Europäische Raumfahrtagentur
Mission "Hera" soll getroffenen Asteroiden untersuchen

Um die Menschheit künftig besser vor Asteroiden aus dem All schützen zu können, startet die europäische Raumfahrtagentur ESA die Mission "Hera". Mithilfe der Raumsonde will die ESA herausfinden, was der Einschlag einer Sonde auf einem Asteroiden bewirkt hat.

    Zwei Asteroiden im Weltall. Sie werden von Satelliten umrundet.
    Mission "Hera" soll einen Asteroiden untersuchen, auf dessen Oberfläche eine Sonde eingeschlagen war. (ESA / dpa / -)
    Die Sonde "Dart" war vor zwei Jahren mit "Dimorphos", dem kleineren Teil eines Doppel-Asteroiden, kollidiert. Die Raumsonde ”Hera” soll Antworten darauf liefern, wie der rund 160 Meter lange Asteroid inzwischen aussieht, ob er einen Krater hat oder verformt wurde, wie schwer er ist und wie seine innere Struktur ist. Dafür ist "Hera" verschiedenen Kameras sowie laser- und radarbasierten Messsystemen ausgestattet.
    Größere Asteroiden können beim Einschlag auf die Erde eine verheerende Wirkungen entfalten. Die von "Hera" erfassten Daten sollten die Grundlage für Überlegungen bilden, wie ein Asteroid aus seiner Bahn gelenkt werden könne, so die ESA.
    "Hera" soll an Bord einer Falcon-9-Rakete vom Kennedy Space Centre in Florida losfliegen. Die Raumsonde soll am Mars vorbeiziehen und im Dezember 2026 an ihr Ziel gelangen. Dabei wird sie vom Kontrollzentrum der ESA in Darmstadt aus gesteuert. Deutschland ist als größter Beitragszahler maßgeblich an der 383 Millionen Euro teuren Mission beteiligt.
    Diese Nachricht wurde am 06.10.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.