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StartseiteInformationen am MorgenFerlemann setzt Bahn Ultimatum18.12.2018

Missstände im SchienenverkehrFerlemann setzt Bahn Ultimatum

Marode Infrastruktur, dazu Verspätungen und Zugausfälle: Um die Deutsche Bahn fit für die Zukunft zu machen, braucht es Milliarden. Der Beauftragte der Bundesregierung für den Schienenverkehr, Enak Ferlemann, fordert daher, dass der Bahnvorstand bis spätestens März ein Konzept zur Lösung der Probleme vorlegt.

Von Dieter Nürnberger

Die ICE-Neubaustrecke bei Arnstadt (Thüringen).  (dpa-Zentralbild)
Die ICE-Neubaustrecke durch den Thüringer Wald gehört mit 22 Tunnel und 29 Talbrücken zu den aufwändigsten Neubauprojekten der Bahn. (dpa-Zentralbild)
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Schon in wenigen Tagen, zum Jahreswechsel, gilt es der Bahnreform vor 25 Jahren zu gedenken. Doch von Feierlaune kann kaum die Rede sein. Denn der bundeseigene Konzern machte 2018 eher negative Schlagzeilen:

Die Pünktlichkeit vor allem im Fernverkehr ging weiter zurück, der Schienengüterverkehr wird immer weniger nachgefragt und generell zeigte sich, dass für den Erhalt der Infrastruktur und den notwendigen Ausbau der Digitalisierung hohe Milliardensummen notwendig sein werden.

Ferlemann setzt Bahn Ultimatum

Vor diesem Hintergrund sorgen Äußerungen des Beauftragten der Bundesregierung und gleichzeitigen parlamentarischen Staatssekretärs im Verkehrsministerium, Enak Ferlemann, CDU, für Furore. Er setzte der Bahn in einem Zeitungsinterview ein Ultimatum: Der Vorstand müsse spätestens bis März ein Konzept zur Lösung der Probleme vorlegen. Ferlemann kritisiert Führungsfehler der Konzernmanagements, zu hohe Ausgaben für externe Berater und er mahnt einen Umbau des Konzerns an.

Luksic: Investitionsbedarf in die Bahn ist riesig

Seitdem gewinnt die Debatte an Fahrt. Auch Vertreter der Opposition zeigen sich offen für einen Umbau. Führungsstrukturen müssten gestrafft, bisher einzelne Sparten im Konzern zusammengelegt werden. Auch der Verkauf von Unternehmenstöchtern, wie etwa der überwiegend per Lkw betriebenen Logistiksparte, DB-Schenker, wird nun zumindest erwogen. Doch gibt es auch Kritik. Die Debatte komme viel zu spät, sagte beispielsweise der FDP-Verkehrsexperte Oliver Luksic, gestern im Deutschlandfunk:

"Die Probleme sind ja nicht neu. Es gibt ein Strategiedefizit - sowohl beim Vorstand der Bahn, als auch beim Eigentümer. Also: Der Bundesregierung, dem Bund." 

Fahrgäste erwarten funktionierende Bahn

Der Druck auf den Bahnkonzern und den Eigentümer, dem Bund, wächst somit. Schließlich soll die Bahn, so ist im Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD, klarer denn je formuliert, bei der ökologisch notwendigen Verkehrswende eine tragende Rolle spielen. Und auch die Fahrgäste erwarten nichts geringeres, als eine funktionierende Deutsche Bahn.

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