
Zuvor hatten 35 Mitarbeiter dem Dänen in der New York Times physische und psychische Gewalt vorgeworfen. Redzepi bat um Entschuldigung. Dies allein reiche aber nicht aus, sagte er. Daher übernehme er Verantwortung. Er wisse, wie er gewesen sei, und habe daran gearbeitet, ein besserer Chef zu werden.
Noma gilt seit Langem als eines der besten Restaurants der Welt
Das Noma gilt seit Langem als eines der besten Restaurants der Welt. Es wurde 2003 gegründet und hält drei Michelin-Sterne. Derzeit hat das Noma als mobiles Gastronomie-Unternehmen für vier Monate in Los Angeles geöffnet. In der Sternegastronomie gab es in der Vergangenheit immer wieder Berichte über körperliche Übergriffe und psychischen Missbrauch. Toxische Arbeitsbedingungen galten teils als notwendiger Preis für kulinarische Exzellenz.
Laut seinen Mitarbeitern hat Redzepi sie zwischen 2009 und 2017 ins Gesicht geschlagen, mit Küchenutensilien gestochen oder gegen Wände geschleudert. Redzepi soll einigen gedroht haben, sie in Restaurants auf der ganzen Welt auf die Blacklist zu setzen, ihre Familien ausweisen oder ihre Partner aus anderen Jobs feuern zu lassen.
Frühere Noma-Mitarbeiter schildern Demütigungen
Ein ehemaliger Koch schildert der Zeitung einen Fall, in dem Redzepi wütend gewesen sei, weil jemand Techno-Musik in der Küche gespielt habe. Daraufhin hätten etwa 40 Mitarbeiter draußen einen Kreis um zwei Köche bilden müssen. Redzepi habe einen der beiden in die Rippen geschlagen und gesagt, niemand dürfe zurück ins Haus gehen, bis einer von beiden laut gesagt habe, er gebe DJs gern Oralsex.
Es ist nicht das erste Mal, dass Kritik an Redzepi öffentlich wird. Bereits 2015 hatte der Chefkoch zugegeben, ein "Ungeheuer" in der Küche gewesen zu sein und seine Angestellten gemobbt zu haben.
Diese Nachricht wurde am 13.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
