
Das geht aus Zahlen der Bundestagsparteien hervor, die die Deutsche Presse-Agentur abgefragt hat. Spitzenreiter ist demnach Die Linke, die ihre Mitgliederzahlen im Verlauf des vergangenen Jahres mehr als verdoppeln konnte. Die Partei hatte am 31. Dezember 2025 nach eigenen Angaben 123.126 Mitglieder, im Vergleich zu 58.523 ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Zuwachs von 110,4 Prozent.
Noch Ende 2023 lagen die Zahlen nach jahrelangem Abwärtstrend bei 50.251. Vor allem die Abspaltung des Bündnisses Sahra Wagenknecht, die neue Linken-Spitze und die Mobilisierung im Bundestagswahlkampf verschafften der Partei einen starken Aufwärtstrend.
Auch AfD und Grüne legen zu
Auf Platz zwei liegt die ebenfalls oppositionelle AfD mit laut Schatzmeister Carsten Hütter 73.108 Mitgliedern am 1. Januar 2026. Eine präzise Vergleichszahl zum Vorjahr lieferte die Partei nicht. Damals seien es etwa 51.000 Mitglieder gewesen, hieß es es. Das entspräche einem Wachstum von mehr als 43 Prozent.
Die Grünen, die sich seit einem Jahrzehnt fast ungebrochen im Aufwärtstrend befinden, hatten nach eigenen Angaben zum Jahreswechsel 183.761 Mitglieder, nach 155.296 ein Jahr zuvor. Die Partei ist damit um 18,3 Prozent gewachsen.
CDU und SPD verlieren
Die CSU kann als einzige Regierungspartei ein Wachstum verzeichnen, wenn auch ein geringes. Ein Parteisprecher sagte in München, Ende 2025 habe die CSU rund 132.000 Voll-, Probe- und Onlinemitglieder gehabt. Ende 2024 seien es rund 130.000 gewesen. Das entspräche einem Zuwachs von 1,5 Prozent, wobei die Partei nur gerundete Zahlen mitteilte.
Verluste muss die Schwesterpartei CDU hinnehmen, die von 364.202 Mitgliedern im Vorjahr auf 356.769 am 31. Dezember absackte. Die Mitgliederzahl ist also um 2 Prozent zurückgegangen. Noch etwas schlechter sieht es beim Koalitionspartner aus: Die SPD fiel von 357.117 Mitgliedern Ende 2024 auf 348.451. Das entspricht einem Verlust von 2,4 Prozent.
Diese Nachricht wurde am 08.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
