
Laut ersten Prognosen kann sein Bündnis Progressives Bulgarien mit 39 Prozent der Stimmen rechnen. Der 62-jährige Radew gilt als russlandfreundlich. Er fordert eine Wiederaufnahme des Dialogs der EU mit Moskau und sieht Bulgarien dabei als Bindeglied. Sein Hauptgegner, das konservative Bündnis GERB-SDS des ehemaligen Regierungschefs Borissow, liegt in den Nachwahlbefragungen mit 16 Prozent abgeschlagen auf dem zweiten Platz. Borissow verfolgt einen pro-westlichen Kurs.
Es war bereits die achte Wahl in Bulgarien innerhalb von fünf Jahren. Der vorgezogene Urnengang soll der jahrelangen politischen Instabilität des EU-Landes ein Ende bereiten. Die letzte, von GERB-SDS geführte Koalitionsregierung, trat im Dezember zurück, nachdem es Massenproteste gegen Korruption gegeben hatte.
Diese Nachricht wurde am 19.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
