Literaturauszeichnung
Möglicher KI-Skandal überschattet Kurzgeschichtenpreis des britischen Commonwealth

Eine Kontroverse um angebliche Nutzung von Künstlicher Intelligenz überschattet den Kurzgeschichtenpreis des britischen Commonwealth. Der Text "Die Schlange im Hain" des trinidadischen Autors Jamir Nazir wurde als beste Einsendung ausgezeichnet.

    Hände tippen auf einem Tablet mit Tastatur.
    Ist der Gewinnertext von einem Menschen oder einer Maschine verfasst worden? (picture alliance / / photothek.de / Thomas Imo)
    Bereits nach Nazirs Sieg im Regionalwettbewerb Karibik im Mai hatten Online-Nutzer ihm die Nutzung eines KI-Sprachprogramms vorgeworfen. Mehrere Formulierungen und Sprachmuster sowie einzelne Textzeilen wurden dabei als angebliche Belege für einen offensichtlichen KI-Einsatz angeführt.
    Nazir wies die Vorwürfe zurück und gab gegenüber der Commonwealth-Stiftung eine Erklärung ab, keine KI verwendet zu haben. Die Jury-Präsidentin Louise Doughty würdigte seinen Text als originelle, poetische und zutiefst bewegende Geschichte. Zusätzlich zum Regionalpreis ist der Gesamtsieg mit einem weiteren Preisgeld in Höhe von umgerechnet knapp 3.000 Euro dotiert.
    Diese Nachricht wurde am 02.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.