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StartseiteCorso"Black history is american history" 30.01.2016

Morgan Freeman"Black history is american history"

Morgan Freeman kennt man in erster Linie als Oscar-prämierten Schauspieler, als Regisseur und Produzent. Aber der 78-Jährige ist auch Besitzer des berühmtesten Blues-Clubs im Staat Mississippi: des "Ground Zero Blues Club" in Clarksdale. Dieser feiert nun seinen 15. Geburtstag.

Von Knut Benzner

Der US-Schauspieler Morgan Freeman in seiner Rolle als Gott im Kinofilm "Bruce Allmächtig"
picture alliance / dpa / dpa-Film Buena Vista
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"Black history is american history." - Der "Ground Zero Blues Club" in Mississippi wird 15

Morgan Freeman kennt man in erster Linie als Oscar-prämierten Schauspieler, als Regisseur und Produzent. Aber der 78-Jährige ist auch Besitzer des berühmtesten Blues Clubs im Staat Mississippi: des "Ground Zero Blues Club" in Clarksdale. Dieser feiert nun seinen 15. Geburtstag.

"Schwarze Geschichte ist amerikanische Geschichte."

Und wie begegnen wir Rassismus?

"Hört auf, darüber zu reden. Ich höre auf, Sie einen weißen Mann zu nennen und bitte Sie, mich nicht mehr als schwarzen Mann zu bezeichnen."

Morgan Freeman, 1937 geboren, inzwischen 78 somit, weit mehr als 40 Filme und diverse Dokumentationen über die schwarze Geschichte.

Helles Backsteingebäude, quadratisch, ein altes Ledersofa davor, ein riesiger Grill für das Barbecue – immer ein paar Leute auf der Veranda und so gut wie immer Musik:

"Die Leute sagen. Ich war noch nie in Mississippi. Dann antworte ich: Warum kommt ihr nicht?! Einer der herzlichsten Orte der Welt, umgängliche Menschen und wenn die Leute dann kommen, bemerken sie das."

Clarksdale, Mississippi, am Sunflower River, ist ein kleines, verschlafenes Nest, 16.000 Einwohner, einst wohlhabend, die "Goldene Schnalle" des Baumwollgürtels. Im nordöstlichen Stadtgebiet ist das alte Geld in Form einiger Villen zu erahnen, und um downtown, die sechs, sieben Straßen der Innenstadt wieder zu beleben, eines der diversen Revitalisierungsprojekte, um seiner Heimat etwas wieder zu geben, kam Freeman auf die Idee dieses Clubs, zusammen mit Bill Luckett, 67, Anwalt und Bürgermeister des Ortes:

"So ein Mann ist hilfreich.Right visit."

Ya all come visit, sagten beide, Freeman und Luckett gerade unisono. Sie kommen, die Besucher, sie kommen zum Essen, Soulfood natürlich im Club, sie kommen zu den quasi täglichen Konzerten, sie kommen an die lange Bar zum Trinken, und manche bleiben über Nacht, in einem der acht Zimmer über dem Club.

"This is blues."

Elvis Costello war einige Male hier, Paul Simon kam nicht rein, und die Liste derer, die im Ground Zero aufgetreten sind.

Morgan Freeman:

"Wir haben, sagt Freeman, ein Geschäft um den Blues herum, es ist zu unserem Nutzen, den Blues zu verkaufen: Wir verkaufen Clarksdale und wir verkaufen Mississippi."

Manchmal, wenn man Glück hat, sitzt Freeman an einem der Tische, grüßt und macht dann da weiter, womit er gerade beschäftigt war;

Manchmal steht er auf der Bühne und singt - singen kann Freeman tatsächlich nicht.

Seit ein paar Monaten hat Freeman hinter dem Oxbow, einem Restaurant gegenüber des Delta Blues Museums, ein Tonstudio, in dem er seine Dokumentarfilme bearbeitet und nur das eigene Restaurant, das hochpreisige Madidi, musste nach 10 Jahren schließen.

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