Transnistrien
Moskau erleichtert Passvergabe in Separatistengebiet

Russland erleichtert die Ausgabe von Pässen im Separatistengebiet Transnistrien.

    Eine Lenin-Statue steht vor dem Parlamentsgebäude in Tiraspol im Separatistengebiet Transnistrien. Der Konflikt um das moldauische Separatistengebiet Transnistrien zählt zu den ältesten auf Ex-Sowjetgebiet.
    Lenin-Statue in Tiraspol: Das Separatistengebiet Transnistrien ist weiterhin ein Problem für die Republik Moldau. (picture alliance / dpa / Hannah Wagner)
    Ein Erlass von Präsident Putin sieht vor, dass Einwohner des Gebietes ab 18 Jahren russische Staatsbürger werden können, auch wenn sie nicht - wie zuvor verpflichtend - fünf Jahre in Russland gewohnt haben. Sie müssen auch keine Russischkenntnisse vorweisen. Transnistrien hatte sich 1992 nach einem Krieg von der rumänischsprachigen Republik Moldau abgespalten und wird international nicht anerkannt, auch nicht von Russland.
    In dem Landstreifen leben rund 450.000 Menschen, von denen schätzungsweise bereits die Hälfte einen russischen Pass hat. Russland hat dort 1.500 Soldaten stationiert. Zu dem Erlass Putins äußerte sich die Regierung in Chisinau bisher nicht. Der ukranische Präsident Selenskyj sagte, Moskau hoffe wohl auf neue Soldaten für seinen Krieg und wolle das Gebiet als seine Einflusszone markieren.
    Diese Nachricht wurde am 17.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.