
In dem Prozess, der in Abwesenheit des Angeklagten vor einem Gericht in der russischen Hauptstadt läuft, stehen noch der Abschluss der Beweisaufnahme und die Plädoyers aus. Tilly hatte mehrfach erklärt, dass er nicht von der russischen Justiz über das Verfahren informiert worden sei. Allerdings beobachten Diplomaten der deutschen Botschaft in Moskau den Prozess.
Der Künstler hatte Karnevalswagen für den Düsseldorfer Rosenmontagszug mit Karikaturen von Staatschef Putin gebaut. Die Moskauer Justiz wirft Tilly unter anderem vor, die russischen Staatsorgane verunglimpft zu haben. Bei einer Verurteilung wären in Russland eine Geldstrafe oder Freiheitsentzug bis zu zehn Jahren vorgesehen. Allerdings liefert Deutschland seine Staatsbürger nicht dorthin aus.
Diese Nachricht wurde am 02.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
