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StartseiteHintergrundMoskau, übernehmen Sie!24.02.2011

Moskau, übernehmen Sie!

Russland, die USA und das Ende der Shuttle-Ära

Mit dem Start der Raumfähre "Discovery" heute am 24. Februar beginnt für die USA der Countdown für das Ende ihres Space-Shuttle Programms. Die neuen Herren im All werden die alten sein – die Russen. Aus alten Rivalen sind längst Partner geworden.

Von Roman Goncharenko

Start der Discovery im Juli 2005 (Nasa)
Start der Discovery im Juli 2005 (Nasa)
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Januar 2011. In seiner Rede zur Lage der Nation spricht US-Präsident Barack Obama über den Sputnik-Schock, den die Sowjetunion mit dem ersten Satelliten ausgelöst hatte.

Obama beschwört den Wettlauf zweier Nationen im All als Auslöser für die Entwicklung neuer Industriebranchen und Schaffung neuer Arbeitsplätze. Er spricht von Investitionen in biomedizinische Forschung, Informationstechnologien und saubere Energie. Über neue Entwicklungen in der Raumfahrt spricht er nicht. Die einstige Vorzeigebranche zählt nicht zu seinen Prioritäten.

Im Gegenteil. Amerika ist gerade dabei, seine Vorreiterrolle im Weltraum zu verlieren. Zumindest was die bemannte Raumfahrt angeht. Die Pläne seines Vorgängers George Bush, Astronauten zum Mond zu schicken, hat Obama aus Kostengründen aufgegeben; eine bemannte Mission zum Mars wird noch lange auf sich warten lassen. Und die einst als revolutionär gepriesenen Space-Shuttles werden in diesem Jahr ausgemustert, ohne dass es eine Alternative gibt. So werden die USA für mehrere Jahre auf ihren ehemaligen Rivalen angewiesen sein – Russland. Eine Ära geht zu Ende.

Der erste Space-Shuttle "Columbia" hebt vom Raketenbahnhof am Cape Canaveral ab – es ist der 12. April 1981, ein Tag voller Symbolkraft. 20 Jahre zuvor, auf den Tag genau, war der Russe Juri Gagarin als erster Mensch der Erde ins Weltall geflogen. Nach dem Sputnik-Schock war Gagarins Mission bereits der zweite Erfolg der Sowjetunion im Wettlauf mit dem Erzrivalen USA.

Erst die Mond-Landung 1969 bringt Amerika in Führung und das Shuttle-Programm soll diese Vorherrschaft im Weltraum untermauern. Anders, als russische Raketen und Raumschiffe vom Typ "Sojus" können die US-Raumfähren mehrfach verwendet werden. Sie können mehr Nutzlast und sieben statt nur drei Menschen in die Erdumlaufbahn bringen. Ein scheinbar perfektes Raumschiff, mit dem die Amerikaner die Russen endgültig schlagen wollen.

Doch es gibt auch Nachteile. Shuttles starten und landen nur unter günstigen Wetterbedingungen, sie können nicht länger als zwei Wochen in der Erdumlaufbahn bleiben und sind extrem teuer – bis zu einer halben Milliarde US-Dollar pro Flug. Die russischen "Sojus" sind dagegen etwa zehn Mal so preiswert. Außerdem stellen zwei Katastrophen die Zuverlässigkeit der Shuttles infrage.

Die NASA verliert zwei von insgesamt fünf Raumfähren. Im Januar 1986 explodiert beim Start die "Challenger", sieben Astronauten sterben. Im Februar 2003 verglüht die "Columbia" und stürzt auf dem Weg zurück zur Erde ab. Ein beschädigter Hitzeschild kostet sieben Crewmitgliedern das Leben.

Als Konsequenz bleiben Shuttles mehr als zwei Jahre lang am Boden. Zum ersten Mal sind Amerikaner auf Russen angewiesen, um zur Internationalen Raumstation (ISS) und zurückzufliegen. Eine Erfahrung, die nun gebraucht wird. NASA Vizechef Bill Gerstenmaier:

"Als wir "Columbia" verloren haben, hatten wir keine Möglichkeit, Astronauten zur ISS zu transportieren. Die Zusammenarbeit mit Russland hat bewiesen, dass wir auch ohne Shuttles fliegen können. Das haben wir eine Zeit lang auch getan, obwohl wir darauf nicht vorbereitet waren. Diesmal sind wir für einen Übergang vorbereitet."

Nach 30 Jahren Dienst und mehr als 130 Flügen werden Space-Shuttles nun in die Rente geschickt. "Discovery", "Endeavour" und "Atlantis" sollen jeweils nur noch einmal zur Internationalen Raumstation fliegen, bevor sie in Museen ausgestellt werden. Ursprünglich hätte der letzte Flug 2010 stattfinden sollen. Doch es gab immer wieder Verzögerungen – meist aus technischen Gründen. Alt und reparaturanfällig sind die Raumfähren geworden. Die allerletzte Shuttle-Mission ist nun für den Sommer dieses Jahres geplant. Auch, wenn es erneut und wie schon so oft Terminverschiebungen geben könnte, eines steht fest: Die Tage der Space-Shuttle sind gezählt und ein Nachfolgeraumschiff gibt es noch nicht. Hat die NASA einen Fehler gemacht?

"Nein, das kann man so nicht sagen. Es war in der ursprünglichen Planung, dass es eine Unterbrechung in der Transportkapazität geben wird. Also, das ist jetzt nichts Neues, das ist nichts, was jetzt plötzlich erst entstanden ist. Es ist vielleicht vielen nicht so bewusst gewesen."

Thomas Reiter, Vorstandsmitglied beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, kennt beide Seiten. 1995 flog er mit einer Sojus-Rakete zur russischen Raumstation MIR und zehn Jahre später mit einer US-Raumfähre zur Internationalen Raumstation ISS.

Nach dem Amtsantritt des Präsidenten Obama haben die USA eine Wende in der Raumfahrt vollzogen: Neue Raumschiffe werden nicht mehr von der staatlichen Raumfahrtagentur NASA, sondern von kommerziellen Anbietern entwickelt. Das braucht Zeit. Branchenkenner schätzen, dass es mindestens fünf bis sieben Jahre dauern könnte, bis Amerika seine Astronauten wieder auf eigenen Raumschiffen ins All schicken kann. Bis dahin werden die USA von Russland abhängig und auf eine enge Kooperation mit dem einstigen Rivalen angewiesen sein. Wer hätte das vor 20, 30 oder 40 Jahren gedacht? Es gab solche Leute.

Was heute fast unmöglich scheint, hat seinen Anfang in den 60er-Jahren genommen. Die ersten Gespräche zwischen USA und der Sowjetunion über gemeinsame Aktivitäten im Weltraum finden bereits statt, als der Kalte Krieg noch "heiß" zu werden droht. Es sind vor allem Wissenschaftler auf beiden Seiten, die über einen gemeinsamen Flug ins All nachdenken.

"Diese Menschen wussten besser als alle anderen, wie explosiv die Lage auf der Erdkugel war. Unsere Völker waren so sehr mit antirussischer und antiamerikanischer Propaganda vollgepumpt, dass man nur einmal zu rufen brauchte und schon würden sie aufeinander losgehen. Es war Kalter Krieg."

Alexej Leonow ist eine Legende russischer Raumfahrt. Der Kosmonaut sorgt 1965 weltweit für Aufsehen, als er als erster Mensch sein Raumschiff verlässt und im Weltraum schwebt. Sein Spaziergang im All gilt als letzter großer Sieg der UdSSR im Wettlauf mit den USA. Zehn Jahre später schreibt er noch einmal Geschichte - beim ersten gemeinsamen Flug sowjetischer Kosmonauten und amerikanischer Astronauten. Das Projekt "Apollo-Sojus".

"Der Vorschlag kam von den Amerikanern, von Präsident Nixon. Sie sagten, lasst uns doch ein paar nette Jungs finden, sie ins Weltall schicken, damit sie dort zueinanderfinden, vor den Augen der ganzen Welt andocken, zusammenarbeiten und zurück zur Erde fliegen."


Am 17. Juli 1975 ist es so weit. Das sowjetische Raumschiff "Sojus-19" unter Leonows Kommando und die US-amerikanische "Apollo" docken an und umkreisen zusammen die Erde. Eine Luke wird geöffnet, zwei Kosmonauten und drei Astronauten treffen sich in ca. 200 Kilometern Höhe. Entspannungspolitik im Weltall wird im Fernsehen live übertragen.

Bei diesem einen Annäherungsversuch bleibt es aber. In den 1980er-Jahren ändert sich das politische Klima zwischen den zwei Supermächten. Sowjetischer Einmarsch in Afghanistan und US-Kriegspläne im Weltraum belasten die Zusammenarbeit. Erst 20 Jahre nach dem Apollo-Sojus-Projekt treffen sich russische Kosmonauten und US-amerikanische Astronauten im Weltraum wieder. Der deutsche Astronaut Thomas Reiter wird Zeuge der ersten Begegnung von Russen und Amerikanern im All nach einer langen Pause.

"Ich hatte ja während meiner ersten Mission an Bord der russischen Raumstation MIR 1995 die Gelegenheit, beide Seiten sozusagen kennenzulernen. Wir hatten Besuch für wenige Tage von einem amerikanischen Shuttle. Und das war natürlich damals noch relativ neu. Aber von dieser Konkurrenz war da überhaupt nichts zu spüren. Sondern es war auf beiden Seiten eine ausgesprochen offene, freundschaftliche Atmosphäre. Und man hat sich nicht an Bord der Raumstation zum ersten Mal getroffen, sondern man hat sich schon bereits vorher im Training kennengelernt. Es war für beide Seiten ein fantastisches Erlebnis."

Die russische Raumfahrt liegt damals am Boden - wie auch das ganze Land nach dem Zerfall der Sowjetunion. Es gibt kein Geld. In dieser Notsituation fangen Amerikaner und Europäer an, mit Russen immer enger zusammenzuarbeiten, sagt Igor Marinin, Chefredakteur der Moskauer Fachzeitschrift "Nowosti kosmonawtiki" ("Neues aus der Raumfahrt").


"Ich glaube, dass die Branche nur dank internationaler Zusammenarbeit überlebt hat. Anfang der 1990er-Jahre hat die staatliche Finanzierung praktisch aufgehört. Russland hat mit Franzosen und Deutschen Verträge abgeschlossen, um deren Astronauten für Geld zu unserer MIR-Station zu fliegen. Mit den Amerikanern gab es die Programme MIR-NASA und MIR-Shuttle. Es war für sie interessant, und sie fingen an, mit ihren Space-Shuttles das in den Orbit zu transportieren, was wir nicht konnten. Um das Gesicht zu wahren, war der russische Staat gezwungen, die Raumfahrtbranche zu finanzieren, die damals überhaupt keiner brauchte."

Ironie der Geschichte: Ausgerechnet die USA tragen dazu bei, dass die russische Raumfahrtindustrie vor dem Kollaps gerettet wird. Nun wendet sich das Blatt. Der Zufall will es, dass die Shuttles eben in dem Jahr in Rente geschickt werden, das in Russland zum "Jahr der Raumfahrt" erklärt wurde. Am 12. April soll der 50. Jahrestag des Gagarin-Flugs groß gefeiert werden. Ausgerechnet jetzt sind die mächtigen und reichen USA auf russische Raumschiffe angewiesen, um zur ISS und zurückzufliegen. Ein Grund für Moskau, stolz zu sein?

"Nein, es gibt kein Gefühl des Triumphs. Das ist alles nicht einfach so passiert. Man hätte darauf stolz sein können, als nach der Katastrophe des Shuttles "Columbia" wir uns alleine um die ISS gekümmert haben. Doch damals hat das Gewissen es nicht erlaubt, zu feiern: Menschen waren gestorben. Heute interessiert das niemanden mehr, das gab es schon."

Von der jahrzehntelangen Konkurrenz keine Spur?

"Ich glaube, dass heute nichts mehr davon geblieben ist. Es gab Konkurrenz vor zehn-, fünfzehn Jahren, als die Internationale Raumstation noch gebaut wurde. Amerikaner waren die Auftraggeber, die Russen haben die ersten Module gebaut. Die Raumstation wird heute von den USA aus gesteuert, doch wenn es irgendwelche Manöver gibt – Andocken, Abdocken, Lagewechsel – dann wird die Steuerung komplett an Russland übergegeben. Auch die Crews haben zunächst gestritten darüber, wer das Sagen hat. Nun gibt es so gut wie keine Konkurrenz mehr."

Statt den Sieg über den einstigen Rivalen zu feiern, blicken russische Kosmonauten mit gemischten Gefühlen auf das Ende der Space-Shuttles. Wenn etwas im Weltraum passieren sollte, wären sie auf sich allein gestellt. Alexandr Kaleri, der zurzeit im Einsatz auf der Internationalen Raumstation ist, sagte kurz vor dem Start in Baikonur:

"Es ist ein Gefühl zusätzlicher Verantwortung. Wenn man ein Reservemittel hat, ist es einfacher zu arbeiten. Wenn es keine Reserve gibt und du weißt es, dann verlangt das von einem noch mehr Einsatz, noch mehr Qualität und Zuverlässigkeit. Russland hat gezeigt, dass wir es schaffen. Es ist nur so, dass wir eine Zeit lang ohne Reserve arbeiten werden."

Die russischen Trägerraketen und Raumschiffe "Sojus" fliegen seit Mitte der 60er-Jahre. Sie gelten als besonders robust und zuverlässig. Die letzte Katastrophe liegt fast 30 Jahre zurück. 1983 explodierte eine Sojus-Rakete beim Start, doch die Kosmonauten haben überlebt.

Partnerschaft hin oder her, Russland wird in den kommenden Jahren ein Monopol in bemannter Raumfahrt haben. Das bedeutet, dass die Preise steigen könnten. Im Frühjahr 2010 unterzeichneten die US-Raumfahrtagentur NASA und ihr russisches Pendant Roskosmos einen neuen Vertrag. Für insgesamt sechs Flüge der US-Astronauten in russischen Sojus-Raumschiffen zur ISS und zurück in den Jahren 2013 und 2014 zahlt Washington 335 Millionen Dollar. Das macht pro Astronaut ca. 55 Millionen US-Dollar. Noch vor einigen Jahren betrug der Preis gerade einmal die Hälfte dessen. Die NASA rechnet mit einem weiteren Preisanstieg, sagt der Vizechef der Raumfahrtbehörde Bill Gerstenmaier.

"Ich glaube, es wird eine natürliche Preiserhöhung geben. Die Sojus-Raketen und Kapseln kosten heute mehr als früher – einige Bauteile sind teurer geworden, es gibt Inflation. Also, es wird eine bestimmte Erhöhung des Preises geben. Mache ich mir deswegen extra Sorgen? Nein, mache ich nicht, weil die Russen in bestimmten Aspekten von uns abhängig sind, und diese natürliche Abhängigkeit wird die Preise auf einem ziemlich stabilen Niveau halten."

Gerstenmaier glaubt nicht, dass Russland jetzt zur Nummer 1 in der Raumfahrt aufsteigt.

"Wir arbeiten zusammen auf der Internationalen Raumstation. Und wir müssen unsere Ressourcen teilen. Die USA werden weiterhin die Kontrolle über die Station behalten und die Systeme an Bord aufrechterhalten. Die Russen werden nun die Führung im Transport übernehmen, in einem Bereich, den wir bisher geteilt haben. Ich glaube, in einem wahren Team kann es sein, dass ein Land während einer bestimmten Phase die Führung in bestimmten Bereichen übernehmen kann. Und ein anderes Land – in einem anderen Bereich. Ich glaube nicht, dass wir unsere Führungsrolle eingebüßt haben."

Und Europa? Die Europäische Raumfahrtagentur ESA kann mit dem eigenen Raumtransporter nur Nutzlast zur ISS bringen. EU-Astronauten müssen entweder die Russen oder die Amerikaner um eine Mitfluggelegenheit bitten. Auch das kostet Geld. Thomas Reiter vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt beobachtet das Ende der Shuttle-Ära mit Sorge.

"Das wird wehtun, klar. Also, es wird der NASA wehtun, es wird auch der Europäischen Raumfahrtagentur wehtun, weil wenn wir für den Start eines Astronauten oder vielleicht für den Start eines Satelliten bisher einen Betrag X zahlen mussten und dort jetzt soundso viel Prozent aufgeschlagen werden, weil man gewissermaßen Monopol hat, dann tut uns das weh."

Nicht alle finden es gut, wenn Gesetzte der Marktwirtschaft im Weltraum angewendet werden. Moskauer Raumfahrtexperte Andrej Ionin plädiert für einen anderen Ansatz.

"Ich finde es absolut falsch, dass sich Russland Flüge von US-Astronauten zur ISS auf seinen Raumschiffen bezahlen lässt. Wenn wir Partner sind, dann ist es nicht gut, Geld anzunehmen. Es muss anders möglich sein. Beispiel Wissenstransfer. Die USA haben sehr viele wissenschaftliche Programme im Weltraum. Russland hinkt da sehr hinterher."

Doch es geht nicht immer nur ums Geld. In der Politik gibt es zurzeit zwar eine Annäherung zwischen Russland und den USA. Aber wie schnell der Wind drehen kann, zeigte der Georgien-Konflikt, als sich die Beziehungen zwischen Moskau und Washington rasant abkühlten. Indem es von Russland in der Raumfahrt über Jahre hinaus abhängig sein wird, macht sich Amerika auch politisch erpressbar.

Thomas Reiter vom Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum räumt ein, dass Politik Einfluss auf die Raumforschung haben könnte.

"Es ist natürlich denkbar als Element politischen Handelns. Umgekehrt muss man sich natürlich die Frage stellen, ob nicht die Zusammenarbeit im Bereich der Raumfahrt eher dazu geeignet ist, solche Einflussnahmen abzuschwächen oder zu verhindern."

Wie die internationale Zusammenarbeit funktioniert, wird am Beispiel der ISS deutlich, die 2010 ihr zehnjähriges Jubiläum feierte. Das 100-Milliarden-Euro-Projekt wird von 15 Nationen getragen, darunter auch Deutschland. Wenn die Menschheit aber irgendwann die Erdumlaufbahn verlassen und tiefer in den Weltraum vordringen möchte, kann das nur gemeinsam gelingen. Allein schon aus finanziellen Gründen. Davon sind alle Experten überzeugt, ob in Washington, Moskau oder Berlin. Thomas Reiter.

"Mars wäre natürlich ein tolles Ziel für so vielleicht in 20 Jahren. Und Russland macht ja in ähnlicher Weise Anstrengungen, Entwicklungen neuer Trägerraketen. Insofern passt das gut zusammen. Und ich denke, wir müssen hier auch die Rolle von China, von Indien mit einbeziehen. Denn auch die werden in der Lage sein, mit eigenen Transportkapazitäten dann an solchen Programmen teilzunehmen. Es ist immer gut, wenn man sich nicht nur auf einen oder zwei Transportsysteme abstützen kann, sondern ein ganzes Spektrum hat. Hauptsache ist, dass man gemeinsam dann diese großen herausragenden Ziele angeht. Ich hoffe, dass ich in meiner Lebzeit noch erleben werde, dass mal Menschen auf dem Mars stehen."

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