Ukraine-Krieg
Moskau und Kiew drohen der Gegenseite vor dem 9. Mai mit Angriffen

Vor der Militärparade zum 9. Mai in Moskau haben sich Russland und die Ukraine gegenseitig mit Angriffen gedroht. Der Kreml rief die Bewohner Kiews auf, die Stadt zu verlassen. Der ukrainische Präsident Selenskyj warnte ausländische Politiker davor, an den Feierlichkeiten in Moskau teilzunehmen.

    Unzähliche Soldaten marschieren, darüber zeigt eine große Videoleinwand Putin: Militärparade zum 80. Jahrestag des Sieges über Nazideutschland in Moskau.
    Militärparade zum Siege über Nazideutschland in Moskau (Archivbild) (picture alliance / Sven Simon / The Kremlin Moscow)
    In seiner täglichen Videoansprache sagte Selenskyj wörtlich: "Wir raten davon ab". Im Gegenzug drohte Russland mit einem Vergeltungsschlag, sollte die Ukraine die Militärparade angreifen. Aus dem Kreml hieß es, die Bewohner Kiews sollten die Stadt in diesem Fall verlassen.
    Russland hatte eine Feuerpause für Freitag und Samstag angeordnet, wenn dort mit einer Militärparade an den sowjetischen Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg erinnert wird. Die Ukraine hatte bereits gestern eine einseitige Waffenruhe ausgerufen.
    Allerdings wird diese nicht eingehalten. Die Ukraine setzte ihre Angriffe auf Russland fort und beschoss nach eigenen Angaben ein russisches Raketenschiff im Kaspischen Meer. Außerdem meldete Moskau einen großangelegten Drohnenangriff aus der Ukraine. Demnach wurden knapp 350 Drohnen vom russischen Militär abgeschossen - auch in der Hauptstadtregion.
    Diese Nachricht wurde am 07.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.