Auswärtiges Amt
Moskaus Botschafter wegen "Drohungen Russlands gegen Ziele in Deutschland" einbestellt

Das Auswärtige Amt hat den russischen Botschafter in Berlin wegen "direkter Drohungen Russlands gegen Ziele in Deutschland" einbestellt. Diese seien ein Versuch, die deutsche Unterstützung für die Ukraine zu schwächen, erklärte das Außenamt. Deutschland lasse sich aber nicht einschüchtern.

    Das Gebäude des Auswärtigen Amtes in Berlin
    Der russische Botschafter wurde ins Auswärtige Amt einbestellt. (picture alliance/imageBROKER/Karl-Heinz Spremberg)
    Derartige Drohungen und alle Arten von Spionageaktivitäten in Deutschland seien vollkommen inakzeptabel. 
    Das Auswärtige Amt wollte auf Anfrage zunächt nicht präzisieren, worauf sich die Drohungen beziehen. Möglicherweise hat die Einbestellung mit einer Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums von vergangener Woche zu tun: Das Ministerium drohte darin, Unternehmen in Europa ins Visier zu nehmen, die Verbindungen zur Ukraine haben. Genannt werden dabei auch drei deutsche Firmen. Das russische Ministerium verwies auf Pläne der Ukraine, gemeinsam mit europäischen Partnern die Drohnenproduktion auszubauen.
    Diese Nachricht wurde am 20.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.