Donnerstag, 18. August 2022

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Mountainbikesport
Opfer des E-Bike-Booms?

Markus Bauer wurde 2017 Deutscher Meister im Marathon. Noch vor einigen Jahren wäre ihm ein lukrativer Profivertrag sicher gewesen. Doch seine Sportart habe an Attraktivität verloren, sagte Markus Bauer im Dlf. Der Trend zum E-Bike sei für die Radindustrie allerdings auch eine Riesenchance.

Markus Bauer im Gespräch mit Klaas Reese | 21.05.2018

    Markus Bauer auf seinem Mountainbike in einer Berglandschaft.
    Markus Bauer wurde im Oktober 2017 Deutscher Meister im Marathon. (Michael Bührer)
    "Viele Marken, die nicht im sportiven Segment ihre Wirtschaftlichkeit sehen, haben sich entschlossen, ihre Marketingbudgets vor allem in Richtung E-Bikes zu verschieben, weil da gerade ein extremer Markt entsteht", erklärt Markus Bauer. Als Sportler sei man auf Sponsoren angewiesen und leider habe man es nicht geschafft, sich von der Radsportindustrie unabhängiger zu machen.
    Porträtbild von Markus Bauer.
    Markus Bauer war drei Jahre lang für das Kreidler Werksteam unterwegs. (Michael Bührer)
    Daher habe es eine riesige Umwälzung im Bereich Mountainbike hin zum E-Bike gegeben. Dieser Trend werde aus der Szene heraus gerade stark bekämpft. "Viele wollen es nicht wahrhaben, dass es so kommt oder schon so ist, dass die Zukunft motorenbetrieben ist", meint Bauer. Der Trend sei für die Radindustrie allerdings eine Riesenchance, um Leute für den Radsport zu begeistern.
    Gefahr durch E-Bikes
    Ganz unproblematisch sei das Zusammenspiel von Mountain- und E-Bikern aber nicht immer. Er selber sei schon in eine gefährliche Situation gebracht worden: "Ich bin auf einem Singletrail bergab gefahren und mir kam ein E-Bike entgegen, auf einem Trail, auf dem es ganz klar untersagt ist, bergauf zu fahren", berichtet Markus Bauer. Solche Situationen würden sicherlich nicht zu einer größeren Akzeptanz in der Szene beitragen.