Dürre und Hitze
München ordnet Wassersparmaßnahmen an - Konsequenz aus Trockenheit

Angesichts monatelanger Trockenheit und wochenlanger Hitze verbietet München die Wassernutzung für bestimmte Zwecke.

    Blick auf die Münchner Innenstadt mit Frauenkirche und Rathaus.
    In München muss nun Wasser gespart werden. (dpa / picture alliance / Hinrich Bäsemann)
    Das gilt vorläufig bis zum 1. August für Trink- und Grundwasser sowie Oberflächengewässer, wie die bayerische Landeshauptstadt mitteilte. Untersagt ‌sind etwa das Bewässern privater Rasen- und Hofflächen, das Befüllen privater Schwimmbecken und Springbrunnen sowie die Autowäsche außerhalb gewerblicher Waschanlagen. Hobbygärtner dürfen Pflanzen und Beete tagsüber nur noch mit wassersparender Tröpfchenbewässerung versorgen. Die Wasserknappheit werde auch ⁠durch die in den kommenden ‌Tagen erwarteten Regenfälle nicht gelindert, hieß es. Bei Missachtung der Verbote können Geldbußen bis zu 50.000 Euro verhängt werden.
    Mit Blick auf die sinkenden Pegelstände im Land will Bundesumweltminister Schneider, SPD, heute ein neues bundesweites Niedrigwasserinformationssystem - kurz NIWIS - vorstellen. Es soll erstmals einen Überblick über aktuelle Lagen und umfassende Hintergrundanalysen anbieten. Derzeit zeigen viele Flusspegel Niedrigwasser an. Betroffen ist unter anderem die Rheinschifffahrt. Als Folge reduzierte etwa die Stahltochter des Industriekonzerns Thyssenkrupp ihre Produktion. Die eigene Schubschifffahrt wurde eingestellt. Die sich verschärfende Situation habe bereits Auswirkungen auf die Rohstoffversorgung des Duisburger Werks.
    Diese Nachricht wurde am 15.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.