
Damit erreicht das Unternehmen eine Gesamtbewertung von 2,4 Milliarden Euro und gilt jetzt als "Unicorn", also als Start-up mit einer Bewertung von mehr als einer Milliarde Euro. Man sei nun das bestfinanzierte Kernfusionsunternehmen Europas und zähle zu den höchstbewerteten Branchenvertretern weltweit, teilte Proxima in München mit.
"Stellarator" statt "Tokamak"
Weltweit gibt es mehrere unterschiedliche Konzepte für Fusionsreaktoren. Die Anlage von Proxima Fusion soll ein sogenannter Stellarator werden. Anders als beim weiter verbreiteten Tokamak, dessen Form einem Donut ähnelt, sorgen komplex aufgebaute Magnetspulen dafür, dass sich das eingeschlossene Plasma verzwirbelt und Energie freisetzt. Das erleichtert einen Dauerbetrieb des Reaktors, ist allerdings schwieriger zu konstruieren und zu bauen.
Nach Aussage des Chefs von Proxima Fusion, Sciortino, hat die Fusionstechnologie das Potzenzial, eine ähnliche wirtschaftliche Bedeutung zu erlangen wie einst die Automobilindustrie. Allgemein gilt sie im Vergleich zur Kernspaltung als sauberer und zudem gibt es, anders als bei fossilen Kraftwerken, keinen direkten CO2-Ausstoß.
Diese Nachricht wurde am 07.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
