Nach Jahrzehnten im Untergrund
Mumaßliche Ex-RAF-Terroristin Klette verurteilt

Nach Jahrzehnten im Untergrund ist die mutmaßliche Ex-RAF-Terroristin Klette zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

    Niedersachsen, Verden: Die Angeklagte Daniela Klette sitzt in dem provisorischen Gerichtssaal des Landgerichts Verden in Verden-Eitze.
    Die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette ist wegen Raubüberfällen zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. (dpa-pool/dpa/Sina Schuldt)
    Das Landgericht Verden sah es als erwiesen an, dass sie mit zwei ebenfalls der RAF zugeordneten Komplizen Raubüberfälle auf Geldtransporter und Supermärkte beging. Das Urteil erging unter anderem wegen schweren Raubes, Verstößen gegen das Waffengesetz und schwerer räuberischer Erpressung. Klettes Verteidigung legte bereits Revision ein.
    Klette war Ende 2024 in Berlin festgenommen worden. In ihrer Wohnung fanden die Ermittler Waffen, Munition, gefälschte Ausweise sowie Gold und knapp eine Viertelmillion Euro in bar.
    Das Gerichtsverfahren bezog sich ausschließlich auf die Zeit nach der Auflösung der linksterroristischen RAF. Ein weiterer Prozess wird derzeit geprüft. Darin soll es um eine mutmaßliche Mittäterschaft Klettes bei Anschlägen der Gruppierung zwischen 1990 und 1993 gehen.
    Diese Nachricht wurde am 27.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.