
Wie die Nachrichtenagentur AFP meldet, wurden unter der Regierung der Taliban Mund, Nase und Augen der Figuren entfernt, sodass ihre Gesichter nur noch eine flache Oberfläche sind. Auch die Köpfe von Tieren wurden mit einer gleichmäßigen Gipsbeschichtung überzogen. Die Räume einer ehemalige Helden-Galerie mit Porträts von Mudschaheddin-Kommandeuren wurden inzwischen leergeräumt. Nach der Auslegung des islamischen Rechts durch die Taliban-Behörden muss die Darstellung von Lebewesen verboten werden.
Das Museum zeigt die Geschichte des zehnjährigen Kriegs sowjetischer Truppen gegen die Mudschaheddin bis 1989. 2010 wurde es in der Stadt Herat eröffnet und erinnerte seitdem mit Wandmalereien und Gipsfiguren an das Leiden der Zivilbevölkerung und den Kampf gegen die Sowjets.
Diese Nachricht wurde am 22.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
