Kultur
Musiker Herbert Grönemeyer erhält Deutschen Nationalpreis

Herbert Grönemeyer wird mit dem Deutschen Nationalpreis ausgezeichnet. Damit sollen seine künstlerische Leistung und sein Engagement für die Werte der Demokratie gewürdigt werden, teilte die Deutsche Nationalstiftung in Hamburg mit.

    Herbert Groenemeyer zu Gast auf der Party bei der bei der Polyton Musikpreis Preisverleihung 2026 in Berlin
    Herbert Groenemeyer zu Gast auf der Party bei der bei der Polyton Musikpreis Preisverleihung im März 2026 in Berlin (picture alliance / ABBfoto /)
    Der Stiftungsvorsitzende Thomas Mirow erklärte, Grönemeyer habe deutsche Pop-Geschichte geschrieben. Sein stetiger Einsatz für eine offene, freiheitliche Gesellschaft und sein glaubwürdiges Plädoyer für soziale Gerechtigkeit hätten ihn darüber hinaus für viele Menschen zum Vorbild werden lassen.

    Grönemeyer: "Bin ein Kind des Ruhrgebiets"

    Grönemeyer zeigte sich erfreut über die Ehrung und begründete seinen Einsatz für eine vielfältige Gesellschaft mit seiner Herkunft. Er sei ein Kind des Ruhrgebiets, das schon in den 1950er und 60er Jahren ein Schmelztiegel in Europa gewesen sei.
    Der 69-Jährige sagte, er sei groß geworden auf engstem Raum mit Menschen aller Nationalitäten, Kulturen, Religionen, Ansichten und Spielauffassungen. Aus diesen Erfahrungen erwachse eine Verantwortung, die Vielfalt und jeden Menschen zu schützen und gegen Ausgrenzung, Hass und Hetze zu verteidigen.

    Förderpreis für "Rhapsody in School"

    Neben dem mit rund 30.000 Euro dotierten Nationalpreis verleiht die Nationalstiftung den mit 20.000 Euro ausgelobten Förderpreis. Ausgezeichnet wird in diesem Jahr das Projekt "Rhapsody in School", das Künstler aus Klassik und Jazz an Schulen vermittelt, um jungen Menschen Zugang zur Musik zu ermöglichen.
    Der Nationalpreis wird seit 1997 an Menschen und Organisationen vergeben, die sich für eine demokratische Gesellschaft einsetzen. Die Verleihung findet laut Stiftung am 23. Juni in Berlin statt.
    Diese Nachricht wurde am 01.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.