Mittwoch, 18. Mai 2022

Strukturwandel in der Oberlausitz
Musik als Stütze?

Das Kulturleben im Osten Sachsens erfährt bundesweit kaum Beachtung. Doch wer heute in die Oberlausitz fährt, erlebt eine Region, die gestalten will. Und das, obwohl sie wie so oft in ihrer Geschichte einer riesigen Herausforderung gegenübersteht.

22.02.2022

In einer schwarzen Nacht leuchtet die Fassade eines Schlosses in einer Lichtinstallation mit naturnahen Zeichnungen.
Für das Kammermusikfest Oberlausitz hat die Künstlerin Claudia Reh das Schloss Gröditz in eine Lichtinstallation integriert. (Deutschlandradio / Jonas Zerweck)
Diese Sendung widmet sich dem Musikleben in der Oberlausitz, ihren Festivals, den Herausforderungen und den Visionen derer, die sie gestalten. Ihre Bergwälder und goldenen Felder werden im Oberlausitz-Lied besungen, ihre geschwungenen Hügel zwischen denen die schmucken Städte Bautzen und Görlitz liegen.
Aber hinter der bildschönen Fassade verbirgt sich eine wechselhafte Geschichte: In jüngerer Zeit beschäftigte die Wende die Menschen in der Region und jetzt folgt der Kohleausstieg.

Kammermusikfest an historischen Orten

Beim Bewältigen des Wandels soll hier auch die Kultur helfen.
Das Kammermusikfest Oberlausitz beispielsweise bespielt alte Schlösser und Kirchen in der Region. Es bietet kulturelle Erlebnisse und führt sein Publikum an geschichtsträchtige Orte. Einer davon ist das Schloss Gröditz. Beim Festival 2021 bot es die Bühne für den Konzertabend "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland". Dafür ließ die Künstlerin Claudia Reh eine Lichtanstallation auf die Schlossfassade werfen.
Können solche Kulturveranstaltungen der Oberlausitz wirklich beim Strukturwandel helfen?