Bundesanwaltschaft
Mutmaßliche China-Spione in Untersuchungshaft

Die zwei in München wegen des Verdachts auf Spionage festgenommenen Personen sind in Untersuchungshaft genommen worden.

    Goldfarbenes Schild an der Zufahrt mit dem Bundesadler und der Aufschrift "Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof"
    Das Ehepaar soll für einen chinesischen Geheimdienst Forschende an deutschen Hochschulen kontaktiert haben. (picture alliance / SULUPRESS.DE | Marc Vorwerk/SULUPRESS.DE)
    Laut Bundesanwaltschaft setzte der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs die Haftbefehle gegen das Ehepaar in Vollzug. Die beiden deutschen Staatsangehörigen waren gestern festgenommen worden.
    Ihnen wird vorgeworfen, für einen chinesischen Geheimdienst gearbeitet zu haben. So sollen sie gezielt Kontakt zu Forschenden an deutschen Hochschulen aufgenommen haben, vor allem in den Fachbereichen Künstliche Intelligenz sowie Luft- und Raumfahrttechnik. In mehreren Fällen lockte das Ehepaar nach Angaben der Bundesanwaltschaft Forscher unter dem Vorwand ziviler Gastvorträge nach China, wo diese dann tatsächlich aber vor Vertretern staatlicher Rüstungskonzerne sprachen.
    Diese Nachricht wurde am 21.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.