Medien-Bericht
Nach Absage der USA: Berlin prüft offenbar alternative Optionen für Tomahawk-Beschaffung

Nach der Absage der USA, Tomahawk-Marschflugkörper in Deutschland zu stationieren, bemüht sich die Bundesregierung nach Medienberichten um andere Lösungen.

    Eine Militärrakete starten von einem Abschuss-System. Sie fliegt zunächst in horizontaler Richtung nach oben und zieht einen Feuerschweif hinter sich her.
    Test eines bodenbasierten Tomahawk-Systems (picture alliance / Newscom / SCOTT HOWE)
    Die Zeitung "Die Welt" schreibt, es werde - gemeinsam mit NATO-Partnern - ein Plan geprüft, Tomahawks in einem Joint Venture zwischen deutschen und amerikanischen Unternehmen in Deutschland zu produzieren. Weiter heißt es, es gebe auch Überlegungen, weitreichende Raketen von der Türkei zu kaufen. Die "Financial Times" hatte gestern zudem berichtet, dass die Bundesregierung einen Kauf von Tomahawks direkt in den USA in Betracht zieht. Demnach hoffe man, die US-Regierung von einem Verkauf der Waffen zu überzeugen.
    Vor kurzem war bekannt geworden, dass die unter Präsident Trumps Vorgänger Biden vereinbarte Stationierung von Tomahwaks in Deutschland bis auf Weiteres nicht erfolgen wird. Verteidigungsminister Pistorius hält das für problematischer als den angekündigten Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland.
    Diese Nachricht wurde am 11.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.