Medien-Berichte
Nach Absage der USA: Berlin prüft offenbar alternative Optionen für Tomahawk-Beschaffung

Nach der Absage der USA, Tomahawk-Marschflugkörper in Deutschland zu stationieren, bemüht sich die Bundesregierung nach Medienberichten um andere Lösungen.

    Eine Militärrakete starten von einem Abschuss-System. Sie fliegt zunächst in horizontaler Richtung nach oben und zieht einen Feuerschweif hinter sich her.
    Test eines bodenbasierten Tomahawk-Systems (picture alliance / Newscom / SCOTT HOWE)
    Die Zeitung "Die Welt" schreibt, es werde - gemeinsam mit NATO-Partnern - ein Plan geprüft, Tomahawks in einem Joint Venture zwischen deutschen und amerikanischen Unternehmen in Deutschland zu produzieren. Weiter heißt es, es gebe auch Überlegungen, weitreichende Raketen von der Türkei zu kaufen. Die "Financial Times" hatte zudem berichtet, dass die Bundesregierung einen Kauf von Tomahawks direkt in den USA in Betracht ziehe.
    Bei Tomahawk handelt es sich um US-Marschflugkörper mit einer Reichweite von bis zu 2.500 Kilometern. Russland hat in seiner Exklave Kaliningrad Marschflugkörper vom Typ Iskander stationiert, die auch deutsche Ziele erreichen könnten. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine halten viele Experten die Aufstellung von Mittelstreckenwaffen in Deutschland für nötig. Die Bundesrepublik ist in dem Bereich bisher auf die USA angewiesen.
    Diese Nachricht wurde am 11.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.