Verteidigung
Nach angekündigtem Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland: Verteidigungsminister Pistorius und NATO-Sprecher sehen vermehrt europäische Verantwortung

Laut Bundesverteidigungsminister Pistorius ist der angekündigte Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland absehbar gewesen.

    Das Symbol der U.S. Air Force Ramstein Air Base und die Symbole verschiedener Air Force Einheiten, aufgenommen an der Außenmauer der US-Airbase Ramstein.
    Ob auch Soldaten der "U.S. Air Force Ramstein Air Base" vom Abzug aus Deutschland betroffen sind, ist noch nicht bekannt. (picture alliance / dpa / Andreas Arnold)
    Man müsse mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit übernehmen, erklärte der SPD-Politiker in Berlin. Deutschland sei dabei auf einem guten Weg. Klar sei, dass die NATO europäischer werden müsse, um transatlantisch bleiben zu können, sagte Pistorius und betonte zugleich das gegenseitige Interesse einer Präsenz amerikanischer Soldaten in Europa.
    Ähnlich äußerte sich der CDU-Politiker Hardt im Deutschlandfunk. Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion kritsierte aber, US-Präsident Trump unterminiere damit ein Stück weit das gemeinsame Abschreckungsnarrativ, dass man als NATO-Partner in Europa zusammenstehe. Ein Sprecher des Verteidigungsbündnisses betonte, der Schritt der US-Regierung unterstreiche, die Notwendigkeit, dass Europa mehr in die eigene Verteidigung investieren müsse.
    US-Verteidigungsminister Hegseth hatte zuvor die Verlegung von 5.000 Soldaten aus Deutschland angeordnet. Der Abzug soll dem Pentagon zufolge in den nächsten sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein. Aktuell sind rund 86.000 US-Soldaten in Europa stationiert – davon rund 39.000 in Deutschland.
    Diese Nachricht wurde am 02.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.