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Frankreich
Nach Anschlägen auf Schnellzugstrecken. Ausffälle und Verspätungen - Behörden ermitteln

Am Tag der Eröffnung der Olympischen Spiele in Frankreich haben dort Unbekannte das Schnellzugnetz angegriffen.

    Fahrgäste stehen in der Bahnstation Montparmasse in Paris und schauen auf Anzeigetafeln.
    Die die französische Bahngesellschaft SNCF gab es Angriffe. (AFP / THIBAUD MORITZ)
    In der vergangenen Nacht seien mehrere Brandanschläge auf Anlagen verübt worden, erklärte das staatliche Bahnunternehmen SNCF. Demnach wurden an verschiedenen Orten Glasfaser-Kabel in Brand gesetzt, die für die Sicherheit der Züge und die Weichenstellungen wichtig sind.
    Betroffen sind laut SNCF Hochgeschwindigkeitsstrecken, die die Hauptstadt Paris mit dem Westen, Norden und Osten des Landes verbinden. Der Zugverkehr sei derzeit stark beeinträchtigt, hieß es. Probleme gibt es auch bei Zügen mit dem Ziel Belgien und Großbritannien. Fahrgäste wurden aufgerufen, ihre Reisen zu verschieben und nicht zu den Bahnhöfen zu kommen. Bedingt durch Reparaturarbeiten würden die Probleme auch am Wochenende anhalten, hieß es weiter. Auswirkungen gab es auch in Deutschland: Die Bahn meldete Verspätungen und Ausfälle auf der Strecke zwischen Stuttgart und Paris.
    Wer hinter den Brandanschlägen steckt, ist noch unklar. Der französische Verkehrsminister Vergriete sprach von "krimineller Sabotage". Premierminister Attal erklärte auf der Plattform X, die Ermittlungsbehörden seien dabei, die Urheber zu finden und zu bestrafen.
    Diese Nachricht wurde am 26.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.