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Frankreich
Nach Anschlägen auf Schnellzugstrecken: Premierminister: "koordinierte Sabotageakte"

Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Bach, sieht die Eröffnungsfeier der Sommerspiele in Paris heute Abend nicht in Gefahr.

    Der Bahnhof Gare Montparnasse in Paris von oben aus gesehen. Es fahren keine Züge.
    Nach den Anschlägen auf das Schnellzugnetz der französischen Bahn in Paris fallen viele Züge aus. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft. (AP / Martin Meissner)
    Nach den Brandanschlägen auf das Hochgeschwindigkeits-Zugnetz in Frankreich seien alle Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden. Er habe volles Vertrauen in die ermittelnden Behörden. Frankreichs Premierminister Attal bezeichnete die Anschläge als koordinierte Sabotageakte. Der Geheimdienst sei eingeschaltet worden, erklärte Attal. Zudem leitete die Staatsanwaltschaft in Paris Ermittlungen ein.
    Unbekannte hatten an mehreren Orten in Frankreich Glasfaser-Kabel in Brand gesetzt, die für die Sicherheit der Züge und die Weichensteuerung wichtig sind. Der Zugverkehr ist stark beeinträchtigt, zahlreiche Verbindungen fallen aus. Fahrgäste wurden aufgerufen, ihre Reisen zu verschieben und nicht zu den Bahnhöfen zu kommen. Die Gesellschaft Eurostar, die Züge zwischen Frankreich, Großbritannien und Deutschland anbietet, kündigte an, dass bis einschließlich Sonntag ein Viertel der Verbindungen gestrichen werde.
    Diese Nachricht wurde am 26.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.