Berlin
Nach Bewerbung von Kubicki: FDP-Vorsitzender Dürr zieht Kandidatur zurück

Angesichts der Kandidatur des stellvertretenden FDP-Vorsitzenden Kubicki für den Bundesvorsitz zieht Parteichef Dürr seine Bewerbung zurück. Das bestätigte eine FDP-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet. Sie schreibt, Dürr wolle eine Zerreißprobe auf dem kommenden Parteitag verhindern.

    Wolfgang Kubicki, stellvertretender Bundesvorsitzende der FDP, und FDP-Parteichef Christian Dürr (rechts)
    Wolfgang Kubicki, stellvertretender Bundesvorsitzende der FDP, und FDP-Parteichef Christian Dürr (rechts) (picture alliance / SZ Photo / Mike Schmidt)
    Der Parteivorsitzende betonte "Bild" gegenüber, Voraussetzung für den Erfolg sei eine geschlossene Formation. Er unterstütze Kubicki und werde nicht antreten. - Kubicki hatte seine Kandidatur zuvor auf der Online-Plattform X angekündigt. Er wolle eine FDP, die selbstbewusst und mit klarer Sprache die politischen Debatten in Deutschland anführe, anstatt sich in akademischen Diskussionen zu verzetteln.
    Die FDP-Verteidigungspolitikerin Strack-Zimmermann kritisierte die Kandidatur ihres Parteikollegen Kubicki. Wettbewerb könne einer Partei nie schaden, erklärte die Europaabgeordnete. Doch die FDP müsse von einer neuen Generation geführt werden, "nicht nur von alten Schlachtrössern". Strack-Zimmermann bekräftigte ihre Unterstützung für den nordrhein-westfälischen Landes- und Fraktionsvorsitzenden Höne.
    Die FDP war im März bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Als Konsequenz kündigte der Bundesvorstand seinen Rücktritt an. Auch der nordrhein-westfälische Landes- und Fraktionsvorsitzende Höne hat seine Kandidatur angekündigt.
    Diese Nachricht wurde am 06.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.