Wirtschaft
Nach China-Reise: Nouripour fordert Deutschland und Frankreich auf, gemeinsam mit Peking zu verhandeln

Der Vizepräsident des Bundestages, Nouripour, fordert die Regierungen von Deutschland und Frankreich zu einer gemeinsamen China-Politik auf.

    Der Grünen-Politiker sagte im Deutschlandfunk, es sei dringend notwendig, dass man mit einer Stimme spreche. Selbst als größte Volkswirtschaften in der EU sei man alleine nicht groß genug, um sich mit Peking anzulegen oder Lösungen zu suchen. China sei eine Weltmacht, und ähnlich wie Russland seien solche Staaten jederzeit bereit, ökonomische Abhängigkeiten politisch einzusetzen. Man müsse die Abhängigkeit von China abbauen. Gleichzeitig betonte Nouripour, in einigen Bereichen sei die Volksrepublik noch auf Deutschland angewiesen, das müsse man erhalten und ausbauen.
    Zuletzt hatte der französische Präsident Macron den Ton im Handelskonflikt mit dem Land verschärft. Er sprach davon, die Zusammenarbeit herunterzufahren und - ähnlich wie die USA - Zölle auf chinesische Produkte zu erheben. Der deutsche Außenminister Wadephul hatte sich daraufhin gegen Zölle ausgesprochen. Nouripour hatte Außenminister Wadephul auf seiner gestern zu Ende gegangenen China-Reise begleitet.
    Diese Nachricht wurde am 10.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.