Pressestimmen
Nach dem Aus des FIFA-Investorenplans: "Infantino sensationell gescheitert"

FIFA-Präsident Gianni Infantino gibt seine WM-Investorenpläne auf. Europas Fußballnationen sind erleichtert. Hier ein erster Blick in die Kommentare.

     FIFA-Präsident Gianni Infantino sitzt bei der WM in den USA im Stadion und klatscht in die Hände. Er schaut nach oben.
    Der Fußball-Weltverband FIFA hat seine umstrittenen Pläne zum Verkauf von WM-Anteilen an Investoren aufgegeben. (Eric Gay / AP / dpa / Eric Gay)
    England
    The Guardian verkündet: "Gianni Infantinos Vorschlag, Teile der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, ist sensationell gescheitert."
    The Times stellt die Frage nach personellen Konsequenzen: "Gianni Infantino verwirft den Verkaufsplan, doch die Revolte innerhalb der FIFA lässt ernsthafte Zweifel an seinem Verbleib im Amt aufkommen."
    The Sun hält fest: "Die FIFA macht Infantinos 15-Milliarden-Pfund-Verkauf der Weltmeisterschaft an private Investoren rückgängig, nachdem die Fußballwelt in Wut ausgebrochen ist."
    Daily Mail schreibt: "Infantino wurde gedemütigt, nachdem sein Plan, Anteile an der Weltmeisterschaft zu verkaufen, dank des entschlossenen Eingreifens von UEFA, CONCACAF, AFC und zweier Mitglieder der FIFA-Führung gescheitert ist."
    Frankreich
    L'Équipe stellt Infantinos Führungsrolle zur Disposition: "Seit seiner Wahl zum Präsidenten des Fußball-Weltverbandes im Jahr 2016 ist Infantinos Position noch nie so stark erschüttert worden. Der Verband steckt nun in einer Krise. Die harte Linie der UEFA hat die Führung des Weltfußballs destabilisiert."
    Le Parisien schreibt: "Unter Druck gibt Gianni Infantino seinen Plan für private Investoren in die FIFA auf. Er sah sich massiver Kritik ausgesetzt."
    Deutschland
    Der kicker titelt: "Infantinos Einsicht kommt zu spät."
    ntv Sport schreibt: "Das Ende des Gianninismus. Die größte Spaltung der Fußballgeschichte trieb Infantino nun zurück auf den Boden. Er schlug aus luftiger Höhe auf. Der süße Geschmack des gigantischen Geldes hatte ihm tüchtig die Sinne vernebelt. Der eigene Größenwahn flog ihm fatal um die Ohren."
    Die Frankfurter Rundschau meint: "Ob Infantino die Kehrtwende bei den Investorenplänen als Neustart nutzen kann, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen. Sein Versprechen, alle Parteien 'im Geiste des gemeinsamen Interesses' wieder zusammenzubringen, klingt nach dem Desaster dieser Tage wie eine Aufgabe, die kaum größer sein könnte."
    Spanien
    AS aus Spanien meint: "Es war nur eine Frage der Zeit, bis Infantinos abwegige Idee scheitern würde, insbesondere nach dem Rücktritt von Carlos Cordeiro, dem Chefberater der FIFA. Die UEFA führte den Widerstand an - und nun hat Infantino den Kampf verloren."
    Marca schreibt: "Totale Niederlage für Infantino."
    In der Mundo Deportivo heißt es: "FIFA-Bombenankündigung! Angesichts massiver Kritik verkündet Präsident Infantino, dass der Verband seinen Plan zur Gründung einer Tochtergesellschaft zur Vermarktung der Weltmeisterschaft aufgibt."
    Italien
    Gazetta dello Sport titelt: "Schluss jetzt! Die Vernunft hat gesiegt. Gianni Infantino rudert bei seinem Versuch der "Privatisierung" des internationalen Fußballs zurück und legt das Projekt FIFA Forward Enterprise offiziell auf Eis. Dieses Projekt hatte in den letzten Stunden die halbe Welt empört."
    Auch der Corriere della Serra hält fest: "Infantino rudert zurück."
    Diese Nachricht wurde am 01.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.