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Nach der US-WahlBemühen um Versöhnung

Eine nächtliche Aufnahme des Weißen Hauses. (picture alliance / dpa / Lehtikuva / Antti Aimo-Koivisto)
Das Weiße Haus in Washington (picture alliance / dpa / Lehtikuva / Antti Aimo-Koivisto)

Nach dem Wahlsieg von Donald Trump für die Republikaner bemühen sich beide Lager in den USA um versöhnliche Töne. Der scheidende US-Präsident Barack Obama rief die Amerikaner zur Einheit auf, die unterlegene demokratische Kandidatin Hillary Clinton forderte, Trump eine Chance zu geben. Dieser hatte bereits in der Nacht erklärt, er wolle der Präsident aller Amerikaner sein.

Nach harten Auseinandersetzungen im Wahlkampf stimmen sowohl Hillary Clinton als auch Donald Trump versöhnliche Töne an. Die gescheiterte US-Präsidentschaftskandidatin der Demokraten bot Trump ihre Zusammenarbeit zum Wohle der USA an. "Wir sind es ihm schuldig, aufgeschlossen zu sein und ihm eine Chance zu geben", sagte Clinton in New York, und betonte: "Donald Trump wird unser nächster Präsident sein." Das müsse akzeptiert werden. "Ich hoffe, dass er ein erfolgreicher Präsident für alle Amerikaner sein wird."

Es tue ihr leid, dass sie die Wahl nicht gewonnen habe und dass sich ihr Lager mit seiner Vision nicht durchgesetzt habe, so Clinton. Natürlich sei das Wahlergebnis nicht das erwünschte. "Das ist sehr schmerzhaft, und das wird es lange bleiben." 

"Jetzt haben wir als Bürger die Aufgabe, unseren Teil dazu beizutragen, um ein fairers Amerika aufzubauen", sagte Clinton weiter. Angesichts der tiefen Spaltung der Gesellschaft sei es nun geboten, zusammenzustehen. Man müsse gemeinsam klar machen, dass der amerikanische Traum groß genug für jedermann sei.

Hillary Clinton steht vor US-Fahnen. Im Hintergrund ist ihr Mann Bill zu sehen. (picture alliance / dpa / ABACA POOL)Hillary Clinton spricht nach ihrer Wahlniederlage zu ihren Unterstützern. (picture alliance / dpa / ABACA POOL)

Der scheidende US-Präsident Barack Obama will sich für eine erfolgreiche Übergabe der Amtsgeschäfte an Trump einsetzen. Er habe sein Team angewiesen, so hart wie möglich daran zu arbeiten, dass dies möglich werde, sagt er in Washington.

Obama: "Wir sind zuerst Amerikaner und Patrioten"

"Es ist kein Geheimnis, dass zwischen Trump und mir einige signifikante Differenzen bestehen", sagte Obama im Rosengarten des Weisen Hauses. "Aber denken wir acht Jahre zurück - auch George W. Bush und ich hatten einige solcher signifikanten Differenzen." Trotzdem sei damals ein guter Übergang gelungen. Daran wolle er sich ein Beispiel nehmen.

US-Präsident Obama und sein Stellvertreter Biden vor dem Weißen Haus. (Nicholas Kamm / AFP)US-Präsident Obama und sein Stellvertreter Biden vor dem Weißen Haus. (Nicholas Kamm / AFP)

"Wir sind nicht zuerst Demokraten oder Republikaner, zuerst sind wir Amerikaner und Patrioten", so Obama. Das habe auch Trump in einem nächtlichen Telefongespräch zugesichert. Dieses habe ihn bewegt, sagte Obama. Noch im Wahlkampf hatte Obama den Milliardär als Bedrohung für die Demokratie bezeichnet.

Der künftige US-Präsident Donald Trump hatte bereits in der Wahlnacht zu seinen Anhängern gesprochen. Auch er zeigte sich eher versöhnlich. Er werde der Präsident aller Amerikaner sein, hatte er erklärt.

(fwa/jasi)

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