
Burnham gewann bei der Nachwahl im englischen Wahlkreis Makerfield einen Sitz im britischen Unterhaus. Damit kann er für den Parteivorsitz kandidieren. Der Vorsitzende der Regierungspartei wird in der Regel auch Premierminister.
Nach seinem Wahlsieg sprach Burnham von einer "letzten Chance für den Wandel" in Großbritannien. Konkret nannte er die Bereiche Einwanderung, Bildung und Wirtschaft. So solle etwa der Norden von England reindustrialisiert werden. Seinen Wahlsieg bezeichnete er als Wendepunkt für die britische Politik.
Premier Starmer erklärte, er werde sein Amt nicht kampflos aufgeben. Sollte es zu einer Wahl um den Parteivorsitz kommen, werde er sich dieser stellen und sich nicht einfach zurückziehen. Es sei wichtig, dass die Labour-Partei "an einem Strang ziehe."
Starmer steht vor allem seit der Niederlage seiner Partei bei den Kommunalwahlen im Mai unter Druck. Mehrere Minister traten zurück. Zahlreiche Abgeordnete entzogen ihm öffentlich das Vertrauen.
Reform-UK-Kandidat kann sich nicht durchsetzen
Den Weg für die Nachwahl im Wahlkreis Makerfield hatte ein Parteikollege Burnhams frei gemacht, der dafür gezielt zurücktrat. Gegen Burnham trat der Gemeinderat Robert Kenyon von der rechten Partei Reform UK an, der sich mit seiner einwanderungsfeindlichen Botschaft in der traditionellen Labour-Hochburg aber nicht durchsetzen konnte.
Diese Nachricht wurde am 19.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
