Sogenannte Schienenmaut
Nach EuGH-Urteil: Verkehrsunternehmen und -Verbände befürchten hohe Mehrkosten

Nach dem Gerichtsurteil zur deutschen Regelung für die Nutzung von Bahnschienen befürchten Verkehrsverbände und Unternehmen hohe Mehrkosten.

    Schienen und Weichen vor einem Bahnhof.
    Der EuGH kippt die deutsche Trassenpreisbremse. (picture alliance / imageBROKER / Arnulf Hettrich)
    Der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen, Wortmann, veranschlagt rund eine Milliarde Euro zusätzlich. Ohne Ausgleich könnte dies Angebotskürzungen im Regionalverkehr nach sich ziehen, warnte Wortmann. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft forderte Bundesverkehrsminister Schnieder auf, zu handeln. Das Ministerium selbst kündigte in einer ersten Reaktion eine baldige Reform an.
    Der Europäische Gerichtshof hatte zuvor den deutschen Preisdeckel für die Schienennutzung im Nahverkehr für rechtswidrig erklärt. Die Berechnung der sogenannten Trassenpreise verstoße gegen EU-Vorgaben, weil sie zu unflexibel sei, urteilten die Richter in Luxemburg. Bei Trassenpreisen handelt es sich um Gebühren, die Verkehrsunternehmen zahlen müssen, wenn sie das Schienennetz der Deutschen Bahn nutzen. (Az. C-770/24)
    Diese Nachricht wurde am 19.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.