Südamerika
Nach Fährunglück: Guyana setzt Untersuchungskommission ein

Nach dem tödlichen Fährunglück in Guyana hat die Regierung des südamerikanischen Landes ein internationales Expertenteam eingesetzt.

    Ein provisorischer Versammlungsort am Ufer eines Kanals. Zahlreiche Menschen hören den Ansagen eines unifomierten Militärangehörigen zu.
    Nach dem Fährunglück sprechen der guyanische Präsident Irfaan Ali (rechts, rote Mütze) und Militärangehörige mit Überlebenden und Angehörigen der Unglücksopfer. (AFP / HANDOUT)
    Die Kommission soll den Untergang des Schiffes untersuchen, erklärte Präsident Ali in einer Fernsehansprache. Das Gremium habe weitreichende Befugnisse erhalten und werde unabhängig arbeiten, hieß es weiter. Bei dem Unglück kamen Dutzende Passagiere ums Leben. Es handelt sich um die schwerste Schifffahrtskatastrophe in der Geschichte des Landes. Das 87 Jahre alte Schiff war am 18. Juli im Atlantik gekentert. Nach Angaben der Behörden befanden sich vermutlich 179 Passagiere an Bord. Bislang konnten Taucher jedoch nur 73 Leichen bergen. 76 Menschen wurden gerettet.
    Die Polizei leitete Ermittlungen ein und nahm bislang drei Menschen fest, darunter den Kapitän, bei dem Behörden zufolge ein Drogentest positiv auf Marihuana ausfiel.
    Diese Nachricht wurde am 27.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.