Bayern
Nach Gewalttat an Gymnasium in Schongau: Hinweise auf extremistisches Motiv

Nach dem Attentat an einem Gymnasium in Schongau vergangene Woche hat die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus die Ermittlungen übernommen.

    Schongau: Ein Einsatzfahrzeug vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) steht auf dem Gelände der Feuerwehr, wo Betroffene und Angehörige nach einem Vorfall am Welfen-Gymnasium psychologisch betreut werden.
    An einem Gymnasium in Schongau gab es nach einem Vorfall Verletzte und Festnahmen. (Karl-Josef Hildenbrand / dpa / Karl-Josef Hildenbrand)
    Zunächst war ein Amoklauf vermutet worden. Gegen einen 16-Jährigen wird wegen zweifachen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Medienberichten zufolge hatte er ein Manifest verfasst, in dem er sich abwertend über Frauen, Muslime und Homosexuelle äußert. Beleidigt werden darin zudem Menschen aus dem persönlichen Umfeld, darunter Mitschüler und Lehrkräfte. Zudem soll er sich in einer Internet-Subkultur bewegt haben, die Sicherheitskreise als "Attentäter-Fanszene" bezeichnen. Dort habe der junge Kroate den Attentäter im neuseeländischen Christchurch verherrlicht, der 2019 zwei Moscheen stürmte und 51 Menschen tötete, und den Attentäter der Sandy Hook-Grundschule in den USA, der 2012 zwanzig Kinder und sechs Erwachsene erschoss.
    Bei der Gewalttat in Schongau wurden zwei 13-jährige Schülerinnen mit einem Messer schwer verletzt.
    Diese Nachricht wurde am 14.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.