Evakuierung
Nach Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff: Auch vier deutsche Passagiere in Niederlanden angekommen

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wird das von einem Hantavirus-Ausbruch betroffene Kreuzfahrtschiff vor der Küste Teneriffas evakuiert. Vier Deutsche und 22 weitere Passagiere und Besatzungsmitglieder der "Hondius" wurden ausgeflogen und landeten am Abend in den Niederlanden.

    Passagiere und Besatzungsmitglieder der "Hondius" werden ausgeflogen. Sie steigen in ein Flugzeug und tragen blaue Schutzanzüge und Masken.
    Passagiere und Besatzungsmitglieder der "Hondius" werden ausgeflogen. (picture alliance / ANP / Ramon van Flymen)
    Die vier deutschen Passagiere werden von dort aus nach Frankfurt am Main gebracht. Zuvor waren im Rahmen der Evakuierungsaktion drei Flugzeuge jeweils mit Spaniern, Franzosen und Kanadiern gestartet. Ein französischer Passagier zeigte während des Rückfluges Symptome, wie Frankreichs Premierminister Lecornu auf der Plattform X mitteilte. Auf dem Schiff befanden sich zuletzt etwa 150 Menschen aus 23 Ländern.

    Evakuierung voraussichtlich Montagmittag abgeschlossen

    Die "Hondius" war von der spanischen Guardia Civil zum Hafen von Granadilla im Süden der spanischen Kanareninsel eskortiert worden. Die Evakuierung soll voraussichtlich bis morgen Mittag abgeschlossen sein. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation, Ghebreyesus, wollte den Einsatz persönlich beaufsichtigen.
    Die Passagiere gelten aufgrund der langen Inkubationszeit des Hantavirus als Hochrisikokontakte, auch wenn sie keine Symptome haben. Nach Angaben der WHO erkrankten sechs Personen nachweislich an dem Virus. Ein Deutscher und ein Ehepaar aus den Niederlanden starben. Die WHO stuft die Gefahr einer Ausbreitung des Virus als gering ein.
    Diese Nachricht wurde am 10.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.