Bundesregierung
Nach Lob aus der CDU kommt Kritik aus der CSU an Klingbeils Reformagenda

CSU-Landesgruppenchef Hoffmann hat die Reformagenda des SPD-Vorsitzenden und Vizekanzlers Klingbeil als zu einseitig kritisiert. Klingbeils Vorschläge hätten eine Schieflage der Debatte ausgelöst, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Es reiche nicht, bei Reformen nur über die Einnahmenseite zu sprechen. Man müsse zuallererst die Ausgabenseite in den Blick nehmen.

    Alexander Hoffmann spricht vor einer blauen Wand, auf der CSU steht.
    CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann (picture alliance / Metodi Popow )
    Kanzleramtschef Frei und der nordrhein-westfälische Regierungschef Wüst, beide CDU, hatten Klingbeils Reformvorschläge zuvor gelobt.
    Klingbeil hatte sich unter anderem für eine Abschaffung des Ehegattensplittings ausgesprochen, um zu mehr Vollzeitarbeit zu kommen. Zudem müsse das Arbeitsvolumen gesteigert und Anreize zur Frühverrentung abgeschafft werden. Er warb für eine verpflichtende, kapitalgedeckte Betriebsrente, zu der Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen Beitrag leisten. Die Rente solle sich an den Beitragsjahren orientieren und eine Reform der Einkommensteuer 95 Prozent der Beschäftigten mit einigen hundert Euro entlasten, führte der SPD-Chef aus.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Reaktionen auf Klingbeil – SPD sucht die Offensive
    Diese Nachricht wurde am 26.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.