Dienstag, 16. August 2022

Verehrt und verteufelt
Medien und ihr schwieriges Verhältnis zu Assange

„Es ist in eurem Interesse, euch für Julian Assange einzusetzen“, mahnt unser Hörer Siegfried Brunstermann. Er kritisiert, dass Medien das Schicksal des Wikileaks-Gründers, der in Abschiebehaft in einem britischen Hochsicherheitsgefängnis sitzt, nicht genügend thematisieren. Die Pressefreiheit stehe auf dem Spiel, sagt Brunstermann und erinnert an die Veröffentlichungen von Julian Assange. Wikileaks hatte 2010 geheime US-Militärdokumente und Videos mit Kriegsverbrechen im Irak und Afghanistan publiziert und an internationale Medien weitergeleitet. Mit späteren Veröffentlichungen, beispielsweise diplomatischer Depeschen und E-Mails der Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, zog Assange Kritik auf sich. Über diesen komplizierten Fall diskutiert unser Hörer Siegfried Brunstermann mit den Journalisten Bascha Mika und Deniz Yücel und Bettina Schmieding aus der Dlf Medienredaktion.

Schmieding, Bettina; Brunstermann, Siegfried; Mika, Bascha; Yücel, Deniz | 22. Juli 2022, 15:35 Uhr

Eine Frau trägt einen Mundschutz mit der Aufschrift Free Assange, in den Händen ein Porträt Assanges
Immer wieder Demos für die Freilassung von Julian Assange (picture alliance / ASSOCIATED PRESS /Frank Augstein)