Kulturstaatsminister
Nach Rückzug Bayerns vom Ludwig-Erhard-Gipfel: AfD fordert umgehende Entlassung Weimers

Die AfD hat Bundeskanzler Merz aufgefordert, Kulturstaatsminister Weimer wegen der Affäre um mutmaßliche Interessenkonflikte umgehend zu entlassen.

    Wolfram Weimer steht im Sitzungssaal des Deutschen Bundestages und blickt gespannt zur Seite.
    Kulturstaatsminister Wolfram Weimer steht in der Kritik (imago / dts Nachrichtenagentur)
    Mit Verweis auf den Rückzug Bayerns vom Ludwig-Erhard-Gipfel sagte der kulturpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Frömming, man sehe sich bestätigt. Das Prüfergebnis der bayerischen Behörden stehe im eklatanten Widerspruch zur Behauptung Weimers, es gebe keine Verquickung von Interessen. Von Anfang an sei klar gewesen, dass ein Mitglied der Bundesregierung kein Geld damit verdienen dürfe, Einfluss auf Regierungspolitiker zu verkaufen. Doch genau das mache die Weimer-Medien-Gruppe ausweislich ihrer eigenen Werbeprospekte. Frömming fügte hinzu, Weimer partizipiere nach wie vor am Erfolg dieser Firma, auch wenn er nach eigenen Angaben seine Firmenteile vorübergehend einem Treuhänder übergeben habe.
    Bayerns Ministerpräsident Söder hatte seine Unterstützung für den Gipfel nach internen Prüfungen ausgesetzt. Es gebe zwar keine strafrechtliche Relevanz, aber eine Grauzone. Weimer wies die Vorwürfe mehrfach strikt zurück. Er sieht sich einer rechtspopulistischen Kampagne ausgesetzt. Merz sprach Weimer zuletzt sein Vertrauen aus.
    Diese Nachricht wurde am 14.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.