Berlin
Nach Spahn-Rücktritt: Unions-Gremien beraten über möglichen Nachfolger

Nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Spahn beraten führende Vertreter der Union heute über das weitere Vorgehen. Neben dem CDU-Präsidium kommt auch der Vorstand der Bundestagsfraktion unter Vorsitz von Interimschef Hoffmann, CSU, zusammen. 

    Jens Spahn blickt nachdenklich nach unten.
    Jens Spahn (CDU) trat im Zuge der Leihmutterschaftsdebatte vom Vorsitz der Unionsfraktion zurück. (imago / ESDES.Pictures / Bernd Elmenthaler)
    CDU-Chef und Bundeskanzler Merz hatte angekündigt, die Nachfolge Spahns zügig regeln zu wollen und dazu am Wochenende bereits Gespräche mit dem CSU-Vorsitzenden Söder geführt. Die beiden haben das Vorschlagsrecht für den Posten.
    Im Gespräch als Spahns Nachfolger sind mehrere Kandidaten: unter anderem der bisherige Kanzleramtschef Frei, Fraktionsvize Krings, Bundesinnenminister Dobrindt und CDU-Generalsekretär Linnemann.
    Kanzler Merz schloss auch eine Kabinettsumbildung nicht aus. Er sagte im ZDF, Spahns Rücktritt könnte auch eine Gelegenheit sein, noch einmal über die Aufstellung der Bundesregierung nachzudenken. Merz betonte jedoch, dass man hier im Konjunktiv spreche.
    Diese Nachricht wurde am 20.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.