
Fujimori kommt den Angaben zufolge auf knapp 53 Prozent, Sánchez erreicht 47 Prozent. Nach der vollständigen Auszählung hat das Oberste Wahlgericht noch bis Mitte Juli Zeit, offiziell einen Sieger zu verkünden.
Kriminalität und soziale Ungleichheit zentrale Themen im Wahlkampf
Der Wahlkampf war vor allem von den Themen Kriminalität und soziale Ungleichheit geprägt. Fujimori, die Tochter des 2024 gestorbenen früheren Präsidenten Alberto Fujimori, verspricht ein hartes Vorgehen gegen Bandengewalt und Erpressung. Für sie ist es bereits der vierte Anlauf in einer Stichwahl um das höchste Staatsamt.
Sánchez war Außenhandels- und Tourismusminister in der Regierung des inhaftierten früheren Präsidenten Pedro Castillo. Im Fall eines Wahlsieges beabsichtigt er, Castillo zu begnadigen. Der Kandidat des Bündnisses Juntos por el Perú plädiert zudem für eine stärkere Rolle des Staates in der Wirtschaft.
Der Amtsantritt des neuen Präsidenten ist für den 28. Juli vorgesehen. Zur Stichwahl kam es, nachdem im April keiner der 35 Kandidaten die nötige Mehrheit erhalten hatte, um sich im ersten Wahlgang durchzusetzen.
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Diese Nachricht wurde am 08.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
