Städtetag
Nach Stromausfall in Berlin: Kommunen fordern vom Bund "Blackout-Reserve"

Als Konsequenz aus dem tagelangen Stromausfall im Südwesten Berlins fordert der Deutsche Städtetag den Aufbau einer Notfallreserve mit mobilen Kraftwerken. Man müsse größer denken als bisher, sagte Hauptgeschäftsführer Schuchardt der Rheinischen Post. Der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbunds, Geyer, warnte, der Fall habe gezeigt, dass man auf Krisen dieser Art nicht vorbereitet sei. Er halte dies für eine Katastrophe.

    Vier Menschen mit orangefarbenen Helmen und Jacken stehen und arbeiten am 5.1.2026 in einer Baugrube mit Rohren und Kabeln.
    Stromausfall nach einem Anschlag in Berlin: Am Umspannwerk Argentinische Allee arbeiten Fachleute an einem provisorischen Neuanschluss ans Stromnetz (imago / Funke Foto Services / Maurizio Gambarini )
    Einzelne Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Pflegeheime mit Notstrom-Aggregaten zu versorgen, sei zwar wichtig und gut, reiche aber nicht aus. Der Bund müsse eine nationale Blackout-Reserve aufbauen. Ferner müssten die Mittel für den Bevölkerungsschutz in den Bundes- und Landeshaushalten deutlich erhöht werden.
    Ein Brandanschlag im Südwesten Berlins vor einer Woche hatte 45.000 Haushalte und 2.200 Firmen bei Eiseskälte von der Stromversorgung abgeschnitten. Es dauerte mehrere Tage, bis alle Betroffenen wieder ans Stromnetz angeschlossen werden konnten.
    Diese Nachricht wurde am 10.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.