
Der Gipfel soll im Gebäude der Bahn am Potsdamer Platz in Berlin stattfinden. Bahnchefin Palla hatte das Treffen in der vergangenen Woche als Reaktion auf die tödliche Gewalttat angekündigt. Auch die Verkehrsminister der Länder wollen über mehr Schutz für Mitarbeiter im Nahverkehr beraten. Das hatte der Vorsitzende der Ministerkonferenz, Bayerns Verkehrsminister Bernreiter, vergangene Woche angekündigt. Als Gesellschaft könne man diese Gewalt nicht hinnehmen, sagte der CSU-Politiker. Geplant sind die Beratungen für den 25. und 26. März in Lindau am Bodensee.
Nach tödlichem Angriff auf Zugbegleiter: Reaktionen der Bundesregierung
Bundesinnenminister Dobrindt (CSU) drängte auf ein strenges Urteil gegen den Täter. Man müsse diesem mit absoluter Härte des Rechtsstaats begegnen, sagte der CSU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er sei erschüttert und schockiert über die Gewalttat. Es gebe keine absolute Sicherheit. Aber es sei auch nicht zu akzeptieren, dass solche Gewaltverbrechen stattfänden. Bundesjustizministerin Hubig erwägte eine Änderung im Strafrecht. Die SPD-Politikerin schlug vor, in den Gesetzentwurf zum Schutz besonders exponierter und gefährdeter Berufsgruppen auch Zugbegleiter einzubeziehen. Hubig sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, wer Menschen angreife, die sich für das Gemeinwohl einsetzten, begehe besonderes Unrecht. Klar sei aber auch, dass Straferhöhungen allein das Problem nicht lösten.
In Rheinland-Pfalz war ein 36 Jahre alter Bahnmitarbeiter bei einer Ticketkontrolle in einem Regionalexpress von einem Mann ohne gültigen Fahrschein mit Schlägen attackiert worden. Er verlor das Bewusstsein und starb später in einer Klinik. Der mutmaßliche Täter, ein 26 Jahre alter griechischer Fahrgast, sitzt in Untersuchungshaft.
Diese Nachricht wurde am 09.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
