Portland
Nach tödlichen Schüssen in Minneapolis: Bundesbeamte der USA schießen erneut auf Menschen

In den USA sind nach den tödlichen Schüssen eines Bundesbeamten in Minneapolis zwei Menschen in Portland durch den Waffeneinsatz von Regierungsmitarbeitern verletzt worden.

    Menschen nehmen an einem Protest und einer Mahnwache teil, nachdem ein Beamter der Einwanderungs- und Zollbehörde eine Frau erschossen hat.
    Menschen protestieren nach Tod einer Frau durch Schüsse eines ICE-Beamten in Minneapolis. (Christopher Katsarov/The Canadian Press/AP/dpa)
    Medienberichten zufolge handelte es sich bei den Schützen um Beschäftigte der Zoll- und Grenzschutzbehörde. Portlands Polizeichef Day betonte, seine Leute seien nicht verwickelt. Day bat die Bevölkerung, ​ruhig zu bleiben. Man verstehe die erhöhte Anspannung, die ‌viele angesichts der Schüsse in Minneapolis empfänden. Es werde aber daran gearbeitet, mehr zu erfahren.
    Mitte der Woche war eine 37-jährige Frau nach Schüssen eines Beamten der Einwanderungsbehörde ICE gestorben. Der Vorfall löste Proteste am Tatort und in anderen Städten aus. Präsident Trump und sein Stellvertreter Vance nahmen den Beamten in Schutz. Er habe nur seine Arbeit getan. Lokale Behörden widersprechen den Darstellungen der Regierung. Hintergrund sind die Maßnahmen gegen Einwanderung. Trump schickte 2.000 Bundesbeamte in die ​Region Minneapolis.
    Diese Nachricht wurde am 09.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.