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StartseiteSport am Wochenende"Wir müssen jetzt nicht alles umschmeißen"15.12.2019

Nach verpasster Olympia-Quali"Wir müssen jetzt nicht alles umschmeißen"

Die deutschen Handballerinnen haben bei der WM in Japan den achten Platz belegt - und damit die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2020 verpasst. Nun müsse man weiterhin kleine Schritte gehen, sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer.

Axel Kromer im Gespräch mit Maximilian Rieger

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Die deutschen Spielerinnen Julia Behnke (l) und Meike Schmelzer (M) laufen enttäuscht über das Spielfeld. Die DHB-Auswahl verlor in Kumamoto ihr letztes WM-Hauptrundenspiel gegen Rekord-Europameister Norwegen. (Marco Wolf/wolf-sportfoto/dpa/dpa-Bildfunk)
Deutsche Handballerinen sind enttäuscht über die Niederlage. (Marco Wolf/wolf-sportfoto/dpa/dpa-Bildfunk)

Die Handballerinnen der Niederlande haben erstmals die Weltmeisterschaft gewonnen - Deutschland hat hingegen die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio verpasst. Jetzt müsse man die WM erstmal analysieren, sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer. Das Ziel der Olympia-Qualifikation sei klar formuliert gewesen: ‚Wir möchten auf Platz 7 kommen‘. Am Ende habe bei einigen Spielerinnen dann aber – auch erkältungsbedingt - die Power und die mentale Stärke gefehlt.

"Weiterhin kleine Schritte gehen"

Die verpasste Qualifikation bedeute nun, dass man weiterhin kleine Schritte gehen müsse. "Wenn wir die Olympia-Qualifikation geschafft hätten, wäre die Disziplin sicherlich noch vehementer in den Medien gewesen, was immer auch hilft, im Umfeld Strukturen zu verbessern". Dennoch glaubt Kromer, dass die Nationalmannschaft auf dem richtigen Weg ist. Alles "umschmeißen" müsse man jetzt nicht. 

Axel Kromer, Sportvorstand des DHB Deutscher Handballbund, spricht während eines Medientermins im Vorfeld der Handballweltmeisterschaft der Frauen. (Ditfurth/dpa/picture alliance)Axel Kromer, Sportvorstand des DHB (Ditfurth/dpa/picture alliance)

Auf diesem Weg helfe auch, dass aktuell in der deutschen Liga sehr viel passiere – zum Beispiel mit neuen, erfahrenen Trainern. Ziel sei es, den deutschen Frauenhandball so zu entwickeln, dass es für Spielerinnen nicht mehr notwendig sei, ins Ausland zu wechseln. "Wir wollen auf ein sportliches Niveau kommen, mit jeder einzelnen Spielerin, mit der Nationalmannschaft, das höher ist als das aktuelle."

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