
An den Wahlergebnissen gebe es nichts schönzureden, vor allem das Abschneiden der CDU in Mecklenburg-Vorpommern sei ein Desaster, erklärte Merz in der CDU-Zentrale in Berlin. Die Reformen müssten dennoch kommen. Dafür übernehme er die Verantwortung, da er das Land voranbringen wolle. Deutschland müsse wieder ein Land des Aufbruchs werden, das in seine Kraft vertraue, betonte Merz.
Man befinde sich in einer schwierigen Situation. Die geplanten Reformen seien das Mittel gegen das autoritäre Gift, das immer tiefer in die Gesellschaft eindringe.
Man befinde sich in einer schwierigen Situation. Die geplanten Reformen seien das Mittel gegen das autoritäre Gift, das immer tiefer in die Gesellschaft eindringe.
Merz hatte zuvor in der CDU-Zentrale mit der Parteiführung über die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin und den weiteren Kurs beraten. Merz steht seit dem schlechten Abschneiden seiner Partei bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen unter Druck.
SPD-Chef Klingbeil kündigt Debatte über Reformpolitik an
SPD-Chef und Vizekanzler Klingbeil will als Konsequenz aus den Wahlergebnissen das Regierungshandeln auf den Prüfstand stellen. Man müsse als Bundesregierung analysieren, warum es diese große Unsicherheit im Land gebe, sagte Klingbeil in der ARD. Die Regierung habe es nicht geschafft, ihre Reformen so zu vermitteln, dass die Menschen darin Veränderungen zum Besseren sähen. Stattdessen seien häufig nur Kürzungsdebatten geführt worden.
Mit Blick auf die umstrittene Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren sagte Klingbeil, man müsse die Sorgen der Menschen ernst nehmen. Dafür werde man Lösungen finden, betonte der SPD-Politiker.
Weidel sieht AfD als neue Volkspartei
Die AfD-Vorsitzende Weidel forderte den Bundeskanzler auf, Konsequenzen aus den schlechten Wahlergebnissen der CDU zu ziehen. Die AfD habe die CDU als Volkspartei abgelöst und sei in der Mitte der Bevölkerung angekommen.
Linken-Fraktionschefin Reichinnek kritisierte in der "Rheinischen Post", die Union treibe mit ihrem sozialen Kahlschlag den Rechtsextremen die Wähler in die Arme.
CSU: An Reformen festhalten
Der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Hoffmann, forderte die CDU auf, trotz der Einbußen bei den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern an den geplanten Reformen festzuhalten. Ungeachtet der Enttäuschung bleibe die Diagnose klar, dass es Reformbedarf gebe, betonte Hoffmann am Sonntagabend in der ARD.
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Diese Nachricht wurde am 21.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
