Berlin
Nach Wedl-Wilson-Rücktritt: Verbände sehen Kulturförderung in Gefahr

Nach dem Rücktritt von Berlins Kultursenatorin Wedl-Wilson gibt es Sorgen um die Kulturförderung in der Hauptstadt. Die Gemengelage sei eine Gefahr, sagte die Vorständin der Berliner Kulturkonferenz, Stoff, im RBB.

    Die Berliner Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson sitzt an einem Tisch. Vor ihr liegen Aktenordner.
    Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (Archivbild) (picture alliance / Jens Kalaene)
    Es sei wichtig, dass jetzt Stabilität einkehre und der oder die Nachfolgerin gerade mit Blick auf knappe Kassen für die Kultur kämpfe. Stoff betonte: "Wir wollen die Rücknahme von Kürzungen". Die Kulturkonferenz ist eigenen Angaben zufolge das größte Bündnis der Berliner Kulturverbände.
    Fünf Monate vor der Abgeordnetenhaus-Wahl war Wedl-Wilson gestern zurückgetreten. Die parteilose 56-Jährige, die von der CDU nominiert worden war, zog Konsequenzen aus der Affäre um die Förderung von Projekten zur Antisemitismusprävention. Der Rechnungshof hat diese als rechtswidrig bewertet. Teile der CDU-Fraktion hatten Wedl-Wilson offenbar zu der Förderung gedrängt. Die Berliner CDU-Generalsekretärin Klein bezeichnete die Kritik aus der Opposition und von SPD-Spitzenkandidat Krach als "Wahlkampfgetöse".
    Diese Nachricht wurde am 25.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.