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Griechenland
Nach Zugunglück im Februar weiterer Bahnmitarbeiter festgenommen

In Griechenland ist im Zusammenhang mit dem schweren Zugunglück mit 57 Toten ein weiterer Bahnmitarbeiter festgenommen worden.

31.03.2023
    Die zerstörten Waggons nach dem Zugunglück in Griechenland.
    Zerstörte Waggons nach dem Zugunglück in Griechenland. (AFP / ZEKAS LEONIDAS)
    Das bestätigte das zuständige Gericht. Demnach hatte der Mann am 28. Februar Dienst, als auf der Bahnstrecke zwischen Athen und Thessaloniki ein Personenzug und ein Güterzug frontal zusammenstießen. Nach dem Unglück war zunächst ein Bahnhofsvorsteher festgenommen und angeklagt worden, der eingeräumt hatte, die Züge versehentlich auf das gleiche Gleis geleitet zu haben. Ihm wird unter anderem fahrlässige Tötung vorgeworfen.
    Eine Prüfung der Bahnaufsicht Mitte März hatte schwere Sicherheitsmängel beim Betrieb des Schienennetzes und eine unzureichende Ausbildung der Bahn-Mitarbeiter ergeben. Nach dem Unglück kam es in ganz Griechenland zu Protestmärschen.
    Diese Nachricht wurde am 31.03.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.