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Sexuelle Belästigung in der Kulturbranche
Nachfrage an Beratungen wächst sprunghaft

Betroffene von sexueller Belästigung und Gewalt in der Kulturbranche haben sich im vergangenen Jahr so oft wie nie zuvor an die Vertrauensstelle Themis gewandt. Wie die Anlaufstelle in Berlin mitteilte, gab es insgesamt 884 Beratungen. Dies seien doppelt so viele wie im Vorjahr.

    MeToo-Demonstration gegen sexualisierte Gewalt und sexistische Übergriffe am 28.10.2017 in Berlin Neukölln
    In der Kulturbranche lassen sich deutlich mehr Opfer sexualisierter Gewalt beraten. (imago / Bildgehege)
    Die meisten Menschen seien wegen Erst- und Folgegesprächen gekommen, andere wollten sich über präventive Angebote informieren. Bei mehr als der Hälfte der rund 130 teils anonymen Erstberatungen ging es den Angaben zufolge um körperliche sexuelle Belästigungen am Arbeitsplatz. Andere Gespräche bezogen sich auf verbale, nonverbale oder digitale sexuelle Belästigung und Gewalt. 
    Themis führt die Nachfrage unter anderem auf eine wachsende Sichtbarkeit der Vertrauensstelle zurück. Die Anlaufstelle wurde im Jahr 2018 in Berlin nach dem MeToo-Skandal gegründet. Dort können sich Menschen aus Film, Fernsehen, Theatern, Orchestern und der Musik melden, wenn sie sexuelle Belästigung oder Gewalt erfahren haben.
    Diese Nachricht wurde am 25.06.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.