Frank Asbeck ist Vorstandsvorsitzender der Solarworld AG in Bonn. Andere Anbieter können Ähnliches berichten: Die aktuelle Nachfrage nach Strom von der Sonne stellt alle bisherigen Aufträge in den Schatten. Die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft geht für dieses Jahr von einem 50-prozentigen Marktzuwachs aus, verglichen mit 2003. Und auch viele Händler, die die Anlagen an den Mann und die Frau bringen, winken ab. Für größere Anlagen sind sie ausgebucht bis frühestens in den Herbst.
Wir vermuten, dass sich das doch am Ende des Jahres entspannen wird. Anfang nächsten Jahres. Wir werden unsere Kapazitäten verdoppeln. Und wir hoffen, dass sich das auch zugunsten des Verbrauchers entspannt.
Ein Grund für den Boom: die erhöhte Einspeisevergütung seit Anfang des Jahres. Das ist der gesetzlich festgelegete Mindestbetrag, zu dem die Energiekonzerne den alternativen Strom abkaufen müssen. Bis zu 16 Cent mehr können es pro Kilowattstunde im Vergleich zum Jahr 2003 sein. Je nach Größe und Standort der Anlage. Dabei hatte es im letzten Jahr nicht rosig ausgesehen für die Branche. Das 100-tausend-Dächer-Progamm lief zum vergangenen Juli aus. Mit der Fördermaßnahme hatte die Kreditanstalt für Wiederaufbau zinsgünstige Kredite für Solaranlagen vergeben. Als das Programm wegen der starken Nachfrage früher als geplant zu Ende ging, sahen einige den Ausbau der Solarenergie in Gefahr:
Eines ist für einen Markt ganz entscheidend: Dass es eine Kontinuität gibt. Wenn die Leute nicht wissen, wohin eine Gesetzesinitiative geht, oder wie die Förderrichtlinie aussehen wird, dann ist immer Zurückhaltung angesagt und das kann ja einer kleinen, bisher noch immer kleinen, Branche nur schaden.
Das sagt Irm Pontenagel. Sie ist Geschäftsführerin bei Eurosolar, einem Verein, der die Nutzung der Erneuerbaren Energien europaweit vorantreibt. Um einen Bruch in der Förderung gar nicht erst aufkommen zu lassen, erließ man für die Photovoltaik ein sogenanntes Vorschalt-Gesetz zum EEG, zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz. In der vorgezogenen Regelung wurden bereits zu Beginn des Jahres die neuen Vergütungssätze für Solaranlagen festgeschrieben. Damit die potentiellen Käufer nicht auf die Novelle warten mussten. Trotzdem haben viele Kunden, um ganz sicher zu gehen, im vergangenen Jahr ihre Anlage geordert. Auch das hat die Nachfrage erhöht.
Kritiker werfen dem EEG vor, dass die Vergütung ein wenig zu reichlich ausgefallen ist. Vor allem viele Landwirte nutzten nun die Dächer ihrer Ställe oder Maschinenhallen, um sich über die Photovoltaik ein weiteres Standbein zu schaffen. Kleinere Privatkunden kämen nicht zum Zuge, so der Vorwurf. Dazu Frank Asbek:
Die Höhe ist angemessen. Was schön oder was charmant ist an dem Gesetz ist eben, dass nächstes Jahr fünf Prozent weniger gezahlt wird. Und demnach die Industrie auch aufgefordert ist, ihre Produkte auch fünf Prozent günstiger zu verkaufen.
Ob die Solaranlagen aber schon demnächst billiger werden, wird sich zeigen müssen. Denn die hohe Nachfrage lässt andererseits die Preise wieder anziehen. Beide Effekte könnten sich gegenseitig ausgleichen.
Wir selbst haben die Preise nicht erhöht. Der Preis wird der Nachfrage angepasst. Wir wollen das auch im nächsten Jahr nicht machen. Die Preisentwicklung wird relativ stabil sein. Wir werden keine Preiserhöhung sehen, aber vielleicht mal für ein, eineinhalb Jahr keine Preissenkung.
Und Irm Pontenagel von Eurosolar sieht sowieso einen ganz anderen Nutzen in den gesetzlich zugesicherten Vergütungen für Solarstrom:
Wichtig ist aber, dass der einzelne gut informiert ist, dass er Vertrauen in eine langfristige Regelung hat, dass eine gesetzliche Grundlage diese Voraussetzung bietet und dass damit ein Markt entsteht, der ja auch für uns alle ein großes Arbeitsmarktpotential darbietet und von uns allen nur begrüßt werden kann.
Wir vermuten, dass sich das doch am Ende des Jahres entspannen wird. Anfang nächsten Jahres. Wir werden unsere Kapazitäten verdoppeln. Und wir hoffen, dass sich das auch zugunsten des Verbrauchers entspannt.
Ein Grund für den Boom: die erhöhte Einspeisevergütung seit Anfang des Jahres. Das ist der gesetzlich festgelegete Mindestbetrag, zu dem die Energiekonzerne den alternativen Strom abkaufen müssen. Bis zu 16 Cent mehr können es pro Kilowattstunde im Vergleich zum Jahr 2003 sein. Je nach Größe und Standort der Anlage. Dabei hatte es im letzten Jahr nicht rosig ausgesehen für die Branche. Das 100-tausend-Dächer-Progamm lief zum vergangenen Juli aus. Mit der Fördermaßnahme hatte die Kreditanstalt für Wiederaufbau zinsgünstige Kredite für Solaranlagen vergeben. Als das Programm wegen der starken Nachfrage früher als geplant zu Ende ging, sahen einige den Ausbau der Solarenergie in Gefahr:
Eines ist für einen Markt ganz entscheidend: Dass es eine Kontinuität gibt. Wenn die Leute nicht wissen, wohin eine Gesetzesinitiative geht, oder wie die Förderrichtlinie aussehen wird, dann ist immer Zurückhaltung angesagt und das kann ja einer kleinen, bisher noch immer kleinen, Branche nur schaden.
Das sagt Irm Pontenagel. Sie ist Geschäftsführerin bei Eurosolar, einem Verein, der die Nutzung der Erneuerbaren Energien europaweit vorantreibt. Um einen Bruch in der Förderung gar nicht erst aufkommen zu lassen, erließ man für die Photovoltaik ein sogenanntes Vorschalt-Gesetz zum EEG, zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz. In der vorgezogenen Regelung wurden bereits zu Beginn des Jahres die neuen Vergütungssätze für Solaranlagen festgeschrieben. Damit die potentiellen Käufer nicht auf die Novelle warten mussten. Trotzdem haben viele Kunden, um ganz sicher zu gehen, im vergangenen Jahr ihre Anlage geordert. Auch das hat die Nachfrage erhöht.
Kritiker werfen dem EEG vor, dass die Vergütung ein wenig zu reichlich ausgefallen ist. Vor allem viele Landwirte nutzten nun die Dächer ihrer Ställe oder Maschinenhallen, um sich über die Photovoltaik ein weiteres Standbein zu schaffen. Kleinere Privatkunden kämen nicht zum Zuge, so der Vorwurf. Dazu Frank Asbek:
Die Höhe ist angemessen. Was schön oder was charmant ist an dem Gesetz ist eben, dass nächstes Jahr fünf Prozent weniger gezahlt wird. Und demnach die Industrie auch aufgefordert ist, ihre Produkte auch fünf Prozent günstiger zu verkaufen.
Ob die Solaranlagen aber schon demnächst billiger werden, wird sich zeigen müssen. Denn die hohe Nachfrage lässt andererseits die Preise wieder anziehen. Beide Effekte könnten sich gegenseitig ausgleichen.
Wir selbst haben die Preise nicht erhöht. Der Preis wird der Nachfrage angepasst. Wir wollen das auch im nächsten Jahr nicht machen. Die Preisentwicklung wird relativ stabil sein. Wir werden keine Preiserhöhung sehen, aber vielleicht mal für ein, eineinhalb Jahr keine Preissenkung.
Und Irm Pontenagel von Eurosolar sieht sowieso einen ganz anderen Nutzen in den gesetzlich zugesicherten Vergütungen für Solarstrom:
Wichtig ist aber, dass der einzelne gut informiert ist, dass er Vertrauen in eine langfristige Regelung hat, dass eine gesetzliche Grundlage diese Voraussetzung bietet und dass damit ein Markt entsteht, der ja auch für uns alle ein großes Arbeitsmarktpotential darbietet und von uns allen nur begrüßt werden kann.