Die Idee zum Konzept des nachhaltigen Tourismus ist schon vor ungefähr vier Jahren entstanden. Damals hatte ein kleiner Reiseveranstalter mit Schwerpunkt auf Bildungs- und Kulturreisen aus dem Ruhrgebiet die Bochumer Geografen kontaktiert und sie um die Ausarbeitung eines Konzepts für einen nachhaltigen Tourismus in der Western Province in Sambia gebeten. Elmar Schulte-Tigges, einer der Autoren des Konzepts.
" Und der hat langjährige Kontakte in die Region gehabt, die bis heute - Gott sei Dank möchte ich sagen - nicht stark frequentiert ist. Und der wollte halt abgesehen von dem Vorteil für sich selbst, nämlich Kunden da unten runter schicken, gleichzeitig auch für die Region einen positiven Output haben, indem er halt von Experten gedanklich begleitet Formen von nachhaltigem Tourismus implementiert. "
Nachhaltig heißt dabei vor allem eines: Der Tourismus beziehungsweise das Geld, das damit verdient wird, wird benutzt, um im so genannten "Indigenous Knowledge Center", einer Art Ausbildungs- und Kulturstätte, die Ressourcen vor Ort ökologisch und sozial-verträglich zu nutzen und gleichzeitig die lokale Bevölkerung auszubilden.
" Also wenn jemand lernt, mit einem Fahrzeug zu fahren, kann er das außerhalb der touristischen Saison möglicherweise gebrauchen - zum Beispiel, wenn er für eine Wildlife-Behörde arbeitet. Aber während der touristischen Saison auch benutzen, um Touristen als Game Guide zu fahren. "
Doch die Geografen der Bochumer Uni wollen mit ihrem Konzept noch mehr: Eine längerfristige "Entwicklungszusammenarbeit", bei der der nachhaltige Tourismus mit verschiedenen Einrichtungen dann auch umgesetzt wird, ist im südwestlichen Afrika geplant. In Sambia hatte man bereits Kontakt mit einer niederländischen Organisation, die unter anderem zwei Nationalparks in der Western Province verwaltet. Doch wegen Wilderer-Problemen und der unsicheren politischen Lage im Grenzgebiet zu Angola ist aus dieser Zusammenarbeit nichts geworden, erklärt Raimund Pahs, der zweite Autor des Konzepts.
" Wir haben aber zurzeit - und das ist der Punkt, der uns vor allen Dingen weggebrochen ist - keinen Partner in der Region, der ein Management garantieren könnte. Wir haben keine Ressourcen als Hochschule oder als Projektmitglieder, vor Ort zu sein und im Prinzip da Gewährleistung zu übernehmen. "
Auch eine Finanzierung des Konzepts über eine Stiftung liegt momentan noch auf Eis. Deshalb ist man in Bochum auf ein weiteres Land im südwestlichen Afrika umgeschwenkt. Dank jahrelanger Kontakte zur University of Namibia sollen dort mit Hilfe eines internationalen Lehr-Lern-Modells die weiteren Grundlagen für die Umsetzung der Idee des nachhaltigen Tourismus gelegt werden. Die afrikanischen Studierenden sollen dabei dann vor allem die Kontakte zu den lokalen Volksgruppen knüpfen, erklärt Professor Bernhard Butzin vom Lehrstuhl für Geografie.
" Ein klassisches Beispiel ist die Lokalkultur - die kann nur von einem Owambo-sprachigen Menschen der Junam betreut werden. Ein anderes Beispiel ist, dass die Untersuchung der Märkte, der Nachfrage-Seite aus Europa, nur von uns hier gemacht werden kann. Und da ergeben sich immer spannende Tandems, wo wechselseitige Kompetenz sich ergänzt um ein ganzes Spektrum, das erforderlich ist, um ein solches Projekt ins Leben zu rufen, bearbeitet werden kann. "
Zehn bis 15 Abschlussarbeiten sind in diesem Bereich schon formuliert und auch bei der Finanzierung sieht es momentan nicht schlecht aus.
" Einige erste ermutigende Lichte am Horizont sind darin gegeben, dass sowohl die "Air Namibia" als auch die "LTU" für derartige Tourismus-bezogene Projekte ein sehr offenes Ohr hat und Unterstützung signalisiert hat. Das wird man aber abwarten müssen, wie es sich dann tatsächlich realisieren lässt. "
Dennoch wird auch ein nachhaltiger Tourismus kein Allheilmittel für die grundsätzlichen Probleme der Menschen im südwestlichen Afrika sein. In Bochum geht man davon aus, dass dieses Konzept in nur gut fünf bis sechs Regionen pro Land umsetzbar ist, bevor sich die lokale Bevölkerung das mühsam erarbeitete Geld der Touristen wieder gegenseitig wegnimmt.
" Und der hat langjährige Kontakte in die Region gehabt, die bis heute - Gott sei Dank möchte ich sagen - nicht stark frequentiert ist. Und der wollte halt abgesehen von dem Vorteil für sich selbst, nämlich Kunden da unten runter schicken, gleichzeitig auch für die Region einen positiven Output haben, indem er halt von Experten gedanklich begleitet Formen von nachhaltigem Tourismus implementiert. "
Nachhaltig heißt dabei vor allem eines: Der Tourismus beziehungsweise das Geld, das damit verdient wird, wird benutzt, um im so genannten "Indigenous Knowledge Center", einer Art Ausbildungs- und Kulturstätte, die Ressourcen vor Ort ökologisch und sozial-verträglich zu nutzen und gleichzeitig die lokale Bevölkerung auszubilden.
" Also wenn jemand lernt, mit einem Fahrzeug zu fahren, kann er das außerhalb der touristischen Saison möglicherweise gebrauchen - zum Beispiel, wenn er für eine Wildlife-Behörde arbeitet. Aber während der touristischen Saison auch benutzen, um Touristen als Game Guide zu fahren. "
Doch die Geografen der Bochumer Uni wollen mit ihrem Konzept noch mehr: Eine längerfristige "Entwicklungszusammenarbeit", bei der der nachhaltige Tourismus mit verschiedenen Einrichtungen dann auch umgesetzt wird, ist im südwestlichen Afrika geplant. In Sambia hatte man bereits Kontakt mit einer niederländischen Organisation, die unter anderem zwei Nationalparks in der Western Province verwaltet. Doch wegen Wilderer-Problemen und der unsicheren politischen Lage im Grenzgebiet zu Angola ist aus dieser Zusammenarbeit nichts geworden, erklärt Raimund Pahs, der zweite Autor des Konzepts.
" Wir haben aber zurzeit - und das ist der Punkt, der uns vor allen Dingen weggebrochen ist - keinen Partner in der Region, der ein Management garantieren könnte. Wir haben keine Ressourcen als Hochschule oder als Projektmitglieder, vor Ort zu sein und im Prinzip da Gewährleistung zu übernehmen. "
Auch eine Finanzierung des Konzepts über eine Stiftung liegt momentan noch auf Eis. Deshalb ist man in Bochum auf ein weiteres Land im südwestlichen Afrika umgeschwenkt. Dank jahrelanger Kontakte zur University of Namibia sollen dort mit Hilfe eines internationalen Lehr-Lern-Modells die weiteren Grundlagen für die Umsetzung der Idee des nachhaltigen Tourismus gelegt werden. Die afrikanischen Studierenden sollen dabei dann vor allem die Kontakte zu den lokalen Volksgruppen knüpfen, erklärt Professor Bernhard Butzin vom Lehrstuhl für Geografie.
" Ein klassisches Beispiel ist die Lokalkultur - die kann nur von einem Owambo-sprachigen Menschen der Junam betreut werden. Ein anderes Beispiel ist, dass die Untersuchung der Märkte, der Nachfrage-Seite aus Europa, nur von uns hier gemacht werden kann. Und da ergeben sich immer spannende Tandems, wo wechselseitige Kompetenz sich ergänzt um ein ganzes Spektrum, das erforderlich ist, um ein solches Projekt ins Leben zu rufen, bearbeitet werden kann. "
Zehn bis 15 Abschlussarbeiten sind in diesem Bereich schon formuliert und auch bei der Finanzierung sieht es momentan nicht schlecht aus.
" Einige erste ermutigende Lichte am Horizont sind darin gegeben, dass sowohl die "Air Namibia" als auch die "LTU" für derartige Tourismus-bezogene Projekte ein sehr offenes Ohr hat und Unterstützung signalisiert hat. Das wird man aber abwarten müssen, wie es sich dann tatsächlich realisieren lässt. "
Dennoch wird auch ein nachhaltiger Tourismus kein Allheilmittel für die grundsätzlichen Probleme der Menschen im südwestlichen Afrika sein. In Bochum geht man davon aus, dass dieses Konzept in nur gut fünf bis sechs Regionen pro Land umsetzbar ist, bevor sich die lokale Bevölkerung das mühsam erarbeitete Geld der Touristen wieder gegenseitig wegnimmt.