Bundeswehr
Nachwuchsmangel nimmt weiter zu

Bei der Bundeswehr ist die Zahl der Bewerbungen in diesem Jahr weiter gesunken.

02.08.2023
    Ein Soldat der Bundeswehr in Kampfmontur
    Die Zahl der Bewerber bei der Bundeswehr ist weiter gesunken. (Henning Kaiser / dpa / Henning Kaiser)
    Wie der "Spiegel" unter Berufung auf einen Bundeswehr-Sprecher berichtet, bewarben sich zwischen Januar und Mai dieses Jahres rund sieben Prozent weniger Menschen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bundesverteidigungsminister Pistorius hatte bereits Anfang Juli das Ziel infrage gestellt, die Bundeswehr von derzeit rund 183.000 Berufssoldaten bis 2031 auf 203.000 aufzustocken.
    Der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbands, Bohnert, sagte im Deutschlandfunk, angesichts des demografischen Wandels konkurriere man immer stärker mit anderen Arbeitgebern um junge Menschen. Wichtig sei, das nach Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine beschlossene Sondervermögen für die Bundeswehr zu nutzen, um Mängel in Technik und Ausstattung zu beseitigen. Dafür brauche es aber Geduld. Bohnert betonte, das Verständnis für die Truppe habe sich durch die gestiegene Bedrohungslage bereits geändert.
    Diese Nachricht wurde am 02.08.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.